DOSB-Präsident Weikert fordert mehr Sportförderung: Politik muss handeln
Weikert: Politik muss bei Sportförderung handeln

DOSB-Präsident fordert konkrete Maßnahmen für den deutschen Sport

Nach dem Abschluss der Olympischen Winterspiele hat sich DOSB-Präsident Thomas Weikert mit deutlichen Worten an die Politik gewandt. Bei einem Parlamentarischen Abend des deutschen Sports in Berlin betonte er die dringende Notwendigkeit, die Nachwuchsförderung im Sport systematisch zu verbessern.

Sportbildung muss bereits in jungen Jahren beginnen

Weikert verwies dabei besonders auf den Bildungsbereich: "Wir müssen uns Konzepte überlegen, wie wir an die Jugendlichen herankommen. Das fängt in der Schule an", erklärte der DOSB-Präsident. Er forderte eine Erhöhung der Sportstunden in Schulen und regte sogar an, bereits im Kindergarten mit altersgerechten Sportübungen zu beginnen. "Wenn wir das nicht tun, dann wird das nichts werden", stellte Weikert unmissverständlich klar.

Trainerbezahlung als kritischer Faktor

Ein weiteres zentrales Problem sieht Weikert bei der Bezahlung und Vertragssituation von Trainern. "Die Trainerinnen und Trainer laufen uns weg, wenn wir sie nicht vernünftig bezahlen und dauernd Zeitverträge machen", warnte er. Diese Praxis sei nicht zukunftsfähig und gefährde die Qualität der sportlichen Ausbildung.

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Insgesamt gebe es "viele Probleme und Problemchen" im deutschen Sport, so Weikert. Während die Sportverbände ihre Hausaufgaben machen müssten, sei auch die Politik gefordert, ihren Beitrag zu leisten.

Sportfördergesetz und Olympia-Ausrichtung als Chancen

Zum geplanten Sportfördergesetz äußerte sich Weikert zurückhaltend optimistisch. Man stehe mit der Politik "in gutem Austausch", doch es gebe noch verschiedene verbesserungswürdige Punkte. Ein gut ausgestaltetes Sportfördergesetz wäre für Athleten und Nachwuchsförderung "sehr gut".

Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) sieht in der möglichen Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland einen wichtigen Katalysator für die Sportförderung. "Wir wollen die Spiele nach Deutschland holen", bekräftigte sie. Dies sei auch ein Auftrag zur Modernisierung der Sportinfrastruktur und zur Stärkung des Nachwuchses.

Die Diskussionen zeigen, dass nach den Olympischen Winterspielen der Handlungsbedarf im deutschen Sportsystem deutlich geworden ist. Sowohl in der Breiten- als auch in der Spitzensportförderung sind konkrete Maßnahmen erforderlich, um international konkurrenzfähig zu bleiben.

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