Radsport-Historie: Pogacar schreibt mit drittem Sieg bei Flandern-Rundfahrt Rekord
Pogacar schreibt mit drittem Sieg bei Flandern-Rundfahrt Rekord

Radsport-Historie: Pogacar schreibt mit drittem Sieg bei Flandern-Rundfahrt Rekord

Am legendären Oude Kwaremont entschied sich erneut das Schicksal der Flandern-Rundfahrt: Tadej Pogacar distanzierte seinen großen Rivalen Mathieu van der Poel in einem spektakulären Finale und schrieb damit Radsportgeschichte. Dieser Triumph markiert nicht nur einen weiteren Sieg, sondern katapultiert den slowenischen Ausnahmeathleten in den exklusiven Kreis der Rekordsieger dieses monumentalen Klassikers.

Ein Sieg für die Ewigkeit: Pogacar tritt in die Fußstapfen der Legenden

Nach einer kurzen Verschnaufpause richtete sich Tadej Pogacar auf und nahm die Glückwünsche seines größten Konkurrenten sichtlich erleichrt entgegen. Zum dritten Mal nach 2023 und 2025 gelang es dem Radprofi, Mathieu van der Poel bei der Flandern-Rundfahrt zu bezwingen – und diesmal mit historischer Bedeutung. Mit diesem dritten Triumph reiht sich Pogacar nun neben van der Poel und sechs weiteren Fahrern in die Liste der Rekordsieger ein, ein Meilenstein in seiner bereits glanzvollen Karriere.

„Es war ein verrücktes Rennen, das von Beginn an extrem hart war“, kommentierte Pogacar nach dem Zieleinlauf. Besonders hob er die Zusammenarbeit mit van der Poel hervor: „Ich wollte unbedingt verhindern, dass Remco zurückkommt.“ Für den Slowenen bedeutet dieser Sieg den dritten Triumph im dritten Saisonrennen – eine makellose Bilanz, die er seiner reduzierten Renneinteilung zuschreibt: „Ich bestreite nicht mehr so viele Rennen. Für mich läuft es bisher perfekt.“

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Das Finale: Ein Meisterstück taktischer Brillanz

Pogacar wiederholte das beeindruckende Schauspiel seiner vorherigen Siege an Belgiens inoffiziellem Nationalfeiertag. Bei der letzten Querung des 2,2 Kilometer langen Oude Kwaremont distanzierte er van der Poel, seinen letzten verbliebenen Verfolger. Bereits 18 Kilometer vor dem Ziel war das Rennen entschieden, am Ende betrug der Vorsprung 34 Sekunden zwischen den beiden großen Rivalen. Nach 278,2 anstrengenden Kilometern sicherte sich Belgiens Olympiasieger Remco Evenepoel bei seiner Flandern-Premiere den respektablen dritten Platz.

Das Rennen entwickelte sich zu einem faszinierenden Katz-und-Maus-Spiel. Nach der zweiten Querung des Paterbergs waren Pogacar und van der Poel bereits etwa 50 Kilometer vor dem Ziel unter sich. Evenepoel versuchte bei seiner Premiere alles, um zu dem Duo aufzuschließen, und kam am Fuße des bis zu 22 Prozent steilen Koppenbergs bis auf vier Sekunden heran. Doch die beiden Favoriten vergrößerten den Vorsprung am Anstieg erneut und ließen den Belgier schließlich auf den letzten 20 Kilometern kraftlos zurückfallen.

„Es ist ein großer Kampf“, sagte Teamchef Ralph Denk, der sich strategisch am Paterberg positioniert hatte. Evenepoel rettete sich als Dritter ins Ziel und konnte seinen Ausflug auf das ruppige Pflaster dennoch als Erfolg verbuchen.

Der Verlauf: Kontrolle und Präzision von Beginn an

An der Startlinie im stürmischen Antwerpen standen die Protagonisten des Tages noch ruhig nebeneinander. Pogacar plauderte mit Wout van Aert, während Mads Pedersen und Evenepoel sich austauschten und van der Poel sein langes Trikot zurechtzupfte. Nach etwa 30 Kilometern hatte sich die Gruppe des Tages gefunden, und Pogacars Team UAE übernahm von da an die Kontrolle über das Rennen.

Erstmals in Führung ging der zweimalige Weltmeister ganz ohne Absicht: Nach rund 70 Kilometern trennte eine Bahnschranke das Peloton, Pogacar und einige Teamkollegen schafften es gerade noch über die Schienen. Entsprechend den Regeln verlangsamte die Rennleitung das Tempo, sodass der Rest des Feldes schnell wieder aufschließen konnte.

Am Molenberg erfolgte schließlich etwa 100 Kilometer vor dem Ziel die erste entscheidende Selektion. Pogacars Edelhelfer Nils Politt führte das Feld in den kurzen, aber ruppigen Anstieg, woraufhin sich eine 16 Fahrer starke Gruppe mit allen Favoriten bildete. Bei der zweiten Überquerung des Oude Kwaremont brachte Pogacar erstmals richtig Watt auf die Pedale – und läutete damit 55 Kilometer vor dem Ziel das spektakuläre Finale ein.

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Dieser historische Sieg unterstreicht nicht nur Pogacars Dominanz im Radsport, sondern festigt seinen Status als einer der größten Klassiker-Spezialisten der Gegenwart. Sein Name ist nun für immer mit der Flandern-Rundfahrt verbunden.