Van der Poel triumphiert beim E3-Preis: Hattrick nach Sanremo-Frust
Nach der Enttäuschung bei Mailand-Sanremo hat sich Mathieu van der Poel eindrucksvoll zurückgemeldet. Der niederländische Radprofi feierte beim E3-Preis in Harelbeke seinen dritten Sieg in Serie und setzte damit ein starkes Zeichen für die kommenden Klassiker. Mit einem bandagierten Finger an der linken Hand, einer Erinnerung an eine kleine Kollision beim Frühjahrsklassiker am vergangenen Samstag, dominierte er das Rennen über 208,5 Kilometer.
Dominante Solo-Show in Harelbeke
Der achtmalige Cross-Weltmeister, der bei Pogacars erstem Sieg in Sanremo am Schlussanstieg nicht folgen konnte und Achter wurde, übernahm früh die Kontrolle. Bereits 63 Kilometer vor dem Ziel setzte er sich von den meisten Rivalen ab und erreichte kurz darauf die Ausreißergruppe. Am Paterberg, 42 Kilometer vor dem Ziel, ließ er diese schließlich stehen und baute einen Vorsprung auf.
Doch das Finale wurde spannend: Die vierköpfige Verfolgergruppe verpokerte sich, als sie van der Poel kurz vor dem Ziel fast eingeholt hatte. Letztlich siegte der Niederländer mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Per Strand Hagenes und dem Belgier Florian Vermeersch, die die Plätze zwei und drei belegten.
Vorbereitung auf die großen Duelle
„Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Aber der Sieg hat viel Energie gekostet. Die Beine sind zum Schluss nicht mehr so rund gelaufen. Es war sehr knapp“, sagte van der Poel nach dem Rennen. Viele Abschnitte des E3-Preises werden auch bei der Flandern-Rundfahrt am Ostersonntag gefahren, was diesen Sieg zu einer wichtigen Generalprobe macht.
In Abwesenheit seines großen Rivalen Tadej Pogacar zeigte van der Poel seine Stärke auf den anspruchsvollen belgischen Straßen. Bei der Flandern-Rundfahrt und eine Woche später bei Paris-Roubaix kommt es wieder zum großen Duell mit dem Slowenen. Dieser Triumph gibt van der Poel nicht nur moralischen Rückenwind, sondern unterstreicht seine Form vor den entscheidenden Rennen der Saison.
Der bandagierte Finger, ein Andenken an die Kollision in Sanremo, behinderte ihn dabei nicht mehr. Stattdessen demonstrierte er mit seiner Solo-Show, dass er trotz kleiner Blessuren topfit ist. Für die Radsportfans verspricht dies spannende Auseinandersetzungen in den kommenden Wochen, wenn die beiden Top-Stars wieder aufeinandertreffen.



