Saisonauftakt in Bresch: Fahrertag begeistert nach zweijähriger Pause
Nach einer zweijährigen Unterbrechung fand am Karfreitag in Bresch endlich wieder der traditionelle Fahrertag statt. Der Reit- und Fahrverein Bresch begrüßte rund 150 Besucher sowie zahlreiche Pferde und Ponys zu einem gelungenen Saisonauftakt am Waldstück bei Wollnitz.
Aufregende Premiere für junge Pferde
Für einige Teilnehmer war der Fahrertag eine aufregende Premiere. Andrea Emmerich aus Viesecke brachte ihr sechsjähriges Deutsches Reitpony „HS Beaches“ erstmals zu einer solchen Veranstaltung. „Dem Pony hat es Spaß gemacht“, berichtete die Fahrerin nach der Fahrt. Da am Karfreitag in Deutschland keine Wettbewerbsveranstaltungen stattfinden dürfen, konnte das junge Pony ohne Leistungsdruck einen typischen Parcours erleben.
Die mehrminütige Fahrt führte durch Senken zwischen Bäumen, über Hügel, zwischen Holzzäunen, durch einen kleinen Tunnel und eine Wasserfurche. „Mit Menschen, die klatschen und mit Musik – das kannte er alles noch gar nicht“, erklärte Andrea Emmerich. Eine Stunde nach der Fahrt stand das Pony noch immer schwitzend und zitternd in seinem Pferdewagen. „Das Pony muss das alles erst einmal verarbeiten. Aber für den Anfang ist dieser Fahrertag in Bresch einfach perfekt“, so die Fahrerin.
Abwechslungsreicher Parcours begeistert Fahrer
Ebenso zufrieden zeigte sich Tobias Fitz vom SV Blumenthal/Grabow. Der Pritzwalker ist erst seit vergangenem Jahr mit seinen beiden fünf und sechs Jahre alten Welsh-Ponys „Safira“ und „Stürmer“ auf Turnieren dabei. „Die langen Wege, kurze Hindernisse, es geht hoch und runter, das ist sehr gut für meine jungen Ponys“, lobte er den abwechslungsreichen Parcours.
Zu den Teilnehmern mit der weitesten Anfahrt gehörte Hanno Olke aus Seehausen in der Altmark. Er war auf Empfehlung eines Freundes erstmals beim Fahrertag dabei und zeigte sich begeistert: „So ein Tag ist Training für unsere Tiere, es soll einfach Spaß machen. Bei den großen Turnieren geht es nur noch um Profit“. Olke betonte die besondere Atmosphäre: „Hier ist es ein bisschen wie in DDR-Zeiten, da wurde auch zusammengehalten. Die Fahrer helfen sich untereinander.“
Gemeinschaftsgeist und Tradition
Tatsächlich war der Gemeinschaftsgeist deutlich spürbar. Henning und Dörte Franke liehen sich beispielsweise von Andrea Emmerich eine Peitsche aus, nachdem ihre eigene kaputt gegangen war. Mit dieser Gast-Peitsche fuhren sie die Große Runde am schnellsten und erhielten dafür den „Rudi Banik-Gedächtnispokal“. Die Runde führte auch durch ein kleines Waldstück zwischen eng gepflanzten Bäumen.
Während die Pferde und Ponys Pause hatten, durften die Kinder auf dem Parcours nach Süßigkeiten-Nestern suchen, die der Osterhase versteckt hatte. Ein gelungenes Mittagsprogramm für die jüngsten Besucher.
Zufriedene Besucher trotz kühlem Wetter
Die Besucher, die vor allem aus Bresch und Reetz kamen, machten einen zufriedenen Eindruck. Trotz bewölktem Himmel und kühlem Wind bei zehn Grad Celsius klatschten sie für die Sieger, unterhielten sich und genossen die Speisen wie Bratwurst, Kartoffelsuppe sowie verschiedene selbst gebackene Kuchen und Quiches.
Organisatorin Britta Banik, Tochter des langjährigen Organisators und Pokalnamensgebers Rudi Banik, hatte auf 200-300 Gäste gehofft. Nach der zweijährigen Pause aus organisatorischen Gründen und angesichts des für die Fahrer und Pferde idealen, für die Zuschauer aber weniger angenehmen Wetters war mit den circa 150 Besuchern jedoch ein erfolgreicher Neustart gelungen. Der Fahrertag in Bresch hat damit nicht nur die Saison eröffnet, sondern auch die Tradition des gemeinsamen Pferdesports in der Region wiederbelebt.



