Alex Riley: Ein vielversprechender WWE-Star, der schnell verglühte
Alex Riley: Ein vielversprechender WWE-Star, der verglühte

Alex Riley schien bei der WWE ein kommender Topstar zu sein. Der gutaussehende, muskulöse Modellathlet mit Charisma und Redegewandtheit hatte alles, was ein Superstar braucht. Viele Fans sahen in ihm einen zukünftigen Champion. Doch nach einem frühen Hoch ging es für die einstige Nachwuchshoffnung steil bergab. Heute vor zehn Jahren wurde Riley entlassen und trat seitdem nie wieder auf der großen Bühne auf. Was ist schiefgelaufen? Unter Fans wird bis heute gerätselt, auch über die Rolle von Megastar John Cena.

Der Aufstieg von Alex Riley

Der aus Fairfax in Virginia stammende Kevin Kiley Jr. unterschrieb 2007 bei der WWE. Sein Vater, Kevin Kiley Sr., war Radiomoderator und Sportreporter unter anderem für ESPN. Riley selbst spielte zuvor Football am Boston College, bevor er zum Showkampf wechselte. Nach drei Jahren in der Farmliga Florida Championship Wrestling war er von 2010 bis 2016 bei der WWE aktiv. Seine größte Rolle hatte er 2010/11 als Sidekick des damaligen WWE-Champions The Miz. Als Mizens „Praktikant“ spielte Riley 2011 eine tragende Rolle im Aufbau des WrestleMania-Hauptkampfs zwischen Miz und John Cena. Mit unfairen Eingriffen verhalf er Miz zur überraschenden Titelverteidigung.

Der Niedergang

Später kam es zum Bruch mit Miz und einer Fehde, die Riley als Einzelwrestler und Publikumsliebling etablierte. Anfangs kämpfte er mehrfach um Titelchancen, doch sein „Push“ verlief nach einigen Monaten im Sand. Riley verschwand in der zweiten Reihe und trat nur noch in B-Shows auf. Zeitweise war er gar nicht im Ring zu sehen, sondern als Kommentator tätig. 2015 versuchte er einen Neuanfang bei NXT, doch ein Jahr später folgte die Entlassung.

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Die Rolle von John Cena

Riley selbst berichtete nach seinem WWE-Aus von einem mächtigen Feind: „Es gab einen Vorfall mit John Cena, ohne den ich einen anderen Karriere-Pfad genommen hätte“, sagte er in einem Interview mit Jim Ross. Auch Kollegen berichteten von einer großen Abneigung Cenas gegen Riley, die sogar vor den TV-Kameras sichtbar wurde. Mehrmals wurde Cena dabei beobachtet, wie er Riley ungeplante Schläge verpasste, unter anderem beim Royal Rumble 2011. Riley machte nur Andeutungen, Cena schwieg stets. Roman Reigns griff die Geschichte 2017 in einer Fehde mit Cena auf und stellte es so dar, als hätte Cena einen Konkurrenten kaltgestellt.

Die Wahrheit hinter dem Konflikt

Arn Anderson, ein Weggefährte Cenas, berichtete später, dass die Sache profaner war: „Cena hat Riley seinen Rat angeboten, und er schien wenig enthusiastisch oder interessiert. Das war in der Zeit, als Riley das Wasser abgedreht wurde.“ Ob Rileys angebliches Desinteresse an den Tipps des Veteranen das einzige Problem war oder etwas Persönlicheres dazwischenkam, ist unklar. Sicher ist: Die Suggestion, dass Cena Rileys Karriere „gekillt“ hätte, greift zu kurz.

Rileys Scheitern als Talent

Auch wenn Cena aus Eifersucht gehandelt haben sollte, ist dergleichen in der Branche Alltag. Viele aufstrebende Stars standen vor ähnlichen Situationen, kämpften sich aber heraus. Bei Riley geschah das nicht – weder bei der WWE noch in einer anderen Liga. Das legt nahe, dass er vor allem an fehlender Weiterentwicklung vom Talent zum gereiften Star scheiterte. Nach seinem WWE-Aus kehrte Riley dem Wrestling lange den Rücken und arbeitete als Schauspieler. In der Netflix-Serie „GLOW“ spielte er eine Nebenrolle als Wrestler „Steel Horse“, zudem wirkte er in den Sportfilmen „Glass Jaw“ und „Bennet’s War“ mit. Zwischen 2022 und 2023 bestritt er noch einige Wrestling-Matches in kleineren Ligen.

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