Bundestag nimmt Vorwürfe gegen Eisschnelllauf-Verband unter die Lupe
Die Vorwürfe gegen die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) beschäftigen zunehmend die Bundespolitik. SPD-Sportsprecherin Bettina Lugk hat eine sorgfältige Aufklärung der Anschuldigungen gefordert, die von Journalisten und Athleten erhoben wurden. „Den Vorwürfen muss sorgfältig nachgegangen werden“, betonte Lugk in einer Reaktion auf eine Anfrage an die Vorsitzende des Sportausschusses, Aydan Özoguz.
Ausschluss von Journalisten sorgt für Empörung
Besonders kritisch sieht Lugk den Ausschluss zweier Journalisten von einer Pressekonferenz der DESG. Die Berichterstatter, die über die Vorwürfe berichtet hatten, wurden per Hausverbot am Besuch der Veranstaltung gehindert. „Der Ausschluss kritischer Journalisten von einer Pressekonferenz ist inakzeptabel und widerspricht den Prinzipien der Pressefreiheit“, erklärte die SPD-Politikerin. Sie verwies darauf, dass die Berichterstattung „ein Bild zeichnet, das mich deutlich irritiert und viele Fragen aufwirft“.
Verband wehrt sich gegen Anschuldigungen
Die DESG unter Präsident Matthias Große hatte sich auf der Pressekonferenz gegen die Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Athleten hatten dem Verband vorgeworfen, Sportler zu vernachlässigen und Prämien nicht oder verzögert auszuzahlen. Der Verband bestritt diese Anschuldigungen und versuchte, seine Position darzulegen.
Sportausschuss wird aktiv
Lugk kündigte an, dass sich der Bundestags-Sportausschuss in der kommenden Woche mit dem Thema befassen wird. Dabei betonte sie die besondere Verantwortung angesichts der öffentlichen Förderung: „Grundsätzlich gilt für uns: Die Athletinnen und Athleten müssen im Zentrum der Sportpolitik stehen“. Sie forderte, dass Missstände ernst genommen werden müssen und Athleten ihre Perspektive ohne Druck äußern können.
Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass die DESG als geförderter Sportverband besonderen Transparenzanforderungen unterliegt. „Wenn Athleten Missstände benennen, müssen wir diese Hinweise ernst nehmen“, so Lugk. Sie kündigte an, dass der Sportausschuss die Vorwürfe systematisch aufarbeiten und gegebenenfalls Konsequenzen ziehen werde.



