Dessau-Roßlau geht bei Bundes-Sportmilliarde leer aus - Paul-Greifzu-Stadion erhält keine Förderung
Dessau-Roßlau bei Sportmilliarde leer ausgegangen

Enttäuschung in Dessau-Roßlau: Stadt geht bei Verteilung der Sportmilliarde leer aus

Die Stadt Dessau-Roßlau hat bei der Verteilung der sogenannten „Sportmilliarde“ des Bundes eine herbe Enttäuschung erlebt. Wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, erhält die Kommune keine Mittel aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Damit muss die dringend benötigte Sanierung der Flutlichtanlage im Paul-Greifzu-Stadion vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Bundesprogramm mit großer Nachfrage gestartet

Das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten ist mit großem Interesse gestartet. Insgesamt gingen beim Bund 3.600 Bewerbungen aus ganz Deutschland ein. In der ersten Tranche stehen bundesweit 333 Millionen Euro zur Verfügung, von denen nun 12,7 Millionen Euro nach Sachsen-Anhalt fließen. Dies entspricht weniger als vier Prozent der Gesamtsumme.

Sieben Projekte in Sachsen-Anhalt profitieren

Im Land Sachsen-Anhalt werden sieben Projekte durch das Bundesprogramm gefördert:

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  • Die Sporthalle Krondorf in Wolfen erhält 2,25 Millionen Euro für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen
  • Für die Sportanlagen in Wörlitz werden 1,5 Millionen Euro bereitgestellt
  • Den größten Einzelbetrag erhält die Wischelandhalle in Seehausen mit 5 Millionen Euro

Insgesamt werden durch das Programm in Verbindung mit kommunalen Eigenanteilen 29,3 Millionen Euro in die Sportinfrastruktur Sachsen-Anhalts investiert.

Paul-Greifzu-Stadion muss weiter warten

Für Dessau-Roßlau bedeutet die Entscheidung einen herben Rückschlag. Die Stadt hatte sich mit dem Paul-Greifzu-Stadion um Fördermittel beworben, um die veraltete Flutlichtanlage zu erneuern. Die aktuelle Beleuchtung stammt noch aus dem Jahr 1998 und entspricht nicht mehr modernen Standards.

Geplant war die Umstellung auf energieeffiziente LED-Technologie, die nicht nur bessere Beleuchtungsverhältnisse, sondern auch erhebliche Energieeinsparungen gebracht hätte. Mit der Ablehnung des Förderantrags ist dieses Vorhaben nun in weite Ferne gerückt, da die Stadt die Sanierung aus eigenen Mitteln kaum stemmen kann.

Kommunale Sportinfrastruktur im Fokus

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zielt darauf ab, die Sportinfrastruktur in deutschen Kommunen zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen. Besonders im Fokus stehen dabei:

  1. Die Verbesserung der Sicherheitsstandards
  2. Die Steigerung der Energieeffizienz
  3. Die Barrierefreiheit der Anlagen
  4. Die Anpassung an moderne Nutzungsanforderungen

Für Dessau-Roßlau bedeutet die Nichtberücksichtigung im aktuellen Förderprogramm, dass wichtige Modernisierungsmaßnahmen weiter aufgeschoben werden müssen. Die Stadtverwaltung muss nun alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüfen, um die dringend notwendige Sanierung des Paul-Greifzu-Stadions doch noch realisieren zu können.

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