DLRG-Bilanz: Weniger Badeunfälle insgesamt, aber mehr junge Menschen ertrunken
DLRG: Mehr junge Menschen ertrunken trotz Rückgang

DLRG-Bilanz 2025: Besorgniserregender Anstieg bei jungen Badeopfern

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat ihre aktuellen Zahlen zu tödlichen Badeunfällen für das Jahr 2025 vorgelegt. Während die Gesamtzahl der Ertrinkungsfälle im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist, zeigt sich eine alarmierende Entwicklung bei jungen Menschen.

Gesamtzahl sinkt, junge Erwachsene besonders betroffen

Insgesamt registrierte die DLRG im vergangenen Jahr mindestens 393 tödliche Badeunfälle. Dies bedeutet einen Rückgang um 18 Fälle gegenüber dem Jahr 2024. Die positive Gesamtentwicklung wird jedoch durch die dramatische Zunahme bei jungen Erwachsenen getrübt.

In den Altersgruppen der 11- bis 20-Jährigen sowie der 21- bis 30-Jährigen gab es jeweils 11 zusätzliche Todesfälle. Insgesamt starben in diesen beiden Gruppen 73 Menschen durch Ertrinken, während es 2024 noch 51 Opfer waren. Besonders auffällig ist das Geschlechterverhältnis: Nur eine der 73 verstorbenen Personen war weiblich, wie DLRG-Präsidentin Ute Vogt betonte.

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Regionale Unterschiede: Bayern mit trauriger Spitzenposition

Bei der regionalen Verteilung der Badeunfälle zeigt sich ein klares Bild. Bayern verzeichnet mit seinen zahlreichen Seen die meisten tödlichen Vorfälle. Hier starben 84 Menschen bei Badeunfällen, nach 70 im Vorjahr. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 48 (2024: 57) und Niedersachsen mit 47 (46) Badetoten.

Die DLRG als größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt mit über 640.000 Mitgliedern weist regelmäßig auf die Gefahren beim Baden hin. Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit verstärkter Aufklärungsarbeit, insbesondere bei jungen Menschen.

Prävention bleibt entscheidend

Die Entwicklung zeigt, dass trotz des insgesamt positiven Trends bei den Badeunfällen spezifische Risikogruppen besondere Aufmerksamkeit benötigen. Die DLRG wird ihre Präventionsarbeit weiter intensivieren, um insbesondere junge Erwachsene besser über die Gefahren im und am Wasser aufzuklären.

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