DOSB mahnt nach Hausverbot für ARD-Journalisten Respekt vor Pressefreiheit an
DOSB fordert Respekt vor Pressefreiheit nach Hausverbot

DOSB stellt sich klar hinter Pressefreiheit nach Vorfällen in Berlin

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat mit deutlichen Worten auf das Hausverbot reagiert, das gegen zwei Journalisten der ARD vor einer Pressekonferenz der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) verhängt wurde. In einem offiziellen Statement betonte der Dachverband, dass die Pressefreiheit ein essenzielles Gut unserer Demokratie sei, das der DOSB selbstverständlich respektiere und wertschätze.

Medien als wichtige Partner im Sport

„Medien sind ein wichtiger Partner in der Berichterstattung über den Sport und sportpolitische Themen“, stellte der DOSB weiter klar. Der Verband erwarte von seinen rechtlich eigenständig und autonom handelnden Mitgliedsorganisationen, dass sie die Pressefreiheit in gleicher Weise respektieren, wie der DOSB selbst dies tue. Diese klare Positionierung erfolgte nach den besorgniserregenden Vorfällen in Berlin, die auch im Dachverband für Unruhe sorgten.

Hintergrund: Hausverbot für ARD-Reporter

Die Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus, die im Auftrag der ARD zu Vorgängen in der DESG recherchiert hatten, waren am Donnerstag mit einem anwaltlich übermittelten Hausverbot am Besuch einer Pressekonferenz des Verbandes in Berlin gehindert worden. In dieser Pressekonferenz hatte sich DESG-Präsident Matthias Große gegen die in der ARD-Berichterstattung formulierten Vorwürfe gewehrt. Gegen den Ausschluss der beiden Reporter hatten bereits das Präsidium des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) sowie die ARD selbst protestiert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Proteste von ARD und Sportjournalisten-Verband

Die ARD sprach in ihrer Reaktion von einem eklatanten Verstoß gegen Grundsätze einer freien und unabhängigen Berichterstattung. Auch der Verband Deutscher Sportjournalisten zeigte sich empört über die Maßnahme der DESG. Diese Vorkommnisse unterstreichen die aktuelle Spannung zwischen Sportverbänden und Medien, die der DOSB nun mit seiner Stellungnahme zu entschärfen versucht.

Der DOSB betonte abschließend, dass eine transparente und offene Kommunikation mit den Medien für die Glaubwürdigkeit des Sports unverzichtbar sei. Die aktuellen Entwicklungen werden sowohl in Sportkreisen als auch in der Medienlandschaft aufmerksam verfolgt, da sie grundsätzliche Fragen zum Verhältnis zwischen Sportorganisationen und Presse aufwerfen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration