Die britische Regierung hat angekündigt, Gespräche über die Unterstützung möglicher Bewerbungen für Sportgroßveranstaltungen in den 2040er-Jahren aufzunehmen. Dabei steht auch eine erneute Bewerbung für Olympische und Paralympische Sommerspiele im Raum. Dies könnte für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der bereits offizieller Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 ist, namhafte Konkurrenz bedeuten.
Prüfung von Kosten und Nutzen
In einer ersten Phase sollen Untersuchungen zu potenziellen Kosten, sozioökonomischem Nutzen und Erfolgsaussichten durchgeführt werden. Großbritannien war bereits dreimal Gastgeber von Sommerspielen, alle Austragungen fanden in London statt: 1908, 1948 und 2012. Die letzte Ausrichtung war ein großer Erfolg und hinterließ eine moderne Infrastruktur, die nun als Basis für eine erneute Bewerbung dienen könnte.
Deutsche Bewerbung konkretisiert sich
Der DOSB hat sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell als Bewerber für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 registriert. Die Entscheidung, welche deutsche Stadt ins Rennen geschickt wird, fällt am 26. September bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden. Im Rennen sind Berlin, München, Hamburg und Köln/Rhein-Ruhr. Der DOSB betont stets, dass man bereit sein wolle, wenn Europa beim IOC wieder gefragt sei. Bislang haben sich aus Europa bereits Budapest und Ungarn sowie Istanbul offiziell als Konkurrenten positioniert.
Nächste Olympische Spiele und EM 2028
Die nächsten Olympischen Sommerspiele finden 2028 in Los Angeles (USA) und 2032 in Brisbane (Australien) statt. Großbritannien hat zudem bereits ein weiteres Großereignis in Aussicht: Die Fußball-Europameisterschaft 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Dies unterstreicht die Ambitionen des Landes, weiterhin als Gastgeber internationaler Sportereignisse aufzutreten.



