IOC-Präsidentin Kirsty Coventry blamiert sich mit Ahnungslosigkeit bei Pressekonferenz
IOC-Präsidentin Coventry blamiert sich bei Pressekonferenz

Peinlicher Auftritt der IOC-Präsidentin bei Olympia-Pressekonferenz

Die neue Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, hat sich bei einer Pressekonferenz kurz vor Ende der Winterspiele in Cortina d'Ampezzo mit ihrer Ahnungslosigkeit zu zentralen Themen blamiert. Die 42-jährige ehemalige Schwimmerin aus Simbabwe zeigte sich in mehreren Bereichen komplett unvorbereitet und drohte sogar ihren eigenen Mitarbeitern mit Konsequenzen.

Deutsche Olympia-Bewerbung nicht auf dem Schirm

Das erste Thema, bei dem Coventry versagte, betraf die mögliche deutsche Bewerbung für die Sommerspiele 2036. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte nach seinem dreitägigen Besuch bei den Winterspielen Bedenken geäußert, da 2036 genau 100 Jahre nach den umstrittenen Nazi-Spielen von 1936 liegen würde. Coventry reagierte völlig überrascht: „Offen gesagt habe ich, und da schaue ich zu meinem Team, nicht auf dem Schirm, dass Deutschland etwas zu den Spielen 2036 gesagt hat. Also habe ich auch keine Meinung zu diesem Thema.“

Normalerweise werden IOC-Präsidenten vor solchen Auftritten intensiv vorbereitet und haben Antworten auf mögliche Fragen parat. Auch ihr Sprecher Mark Adams musste eingestehen: „Wir haben das nicht gesehen.“ Diese mangelnde Vorbereitung wirft Fragen zur Professionalität der neuen IOC-Führung auf.

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Drohungen gegenüber dem eigenen Team

Noch peinlicher wurde es beim zweiten Thema: Eine Enthüllung der New York Times zum aktuellen Chef der russischen Anti-Doping-Behörde, der tief in das russische Dopingsystem verstrickt gewesen sein soll. Coventry blickte hilfesuchend nach links und rechts zu ihren Mitarbeitern und sagte: „Da muss ich wieder mein Team anschauen und vielleicht muss ich jemanden entlassen, weil ich dazu wieder nichts sagen kann. Aber ich wäre sehr daran interessiert, mehr darüber zu erfahren.“

Dann wandte sie sich direkt an ihre Mitarbeiter: „Es war in der New York Times. Leute, was ist da passiert? Wo sind wir hier?“ Diese öffentliche Bloßstellung des eigenen Teams und die Androhung von Entlassungen wegen eigener Unvorbereitetheit zeigt ein fragwürdiges Führungsverhalten.

Infantino-Affäre ebenfalls unbekannt

Das dritte Thema betraf FIFA-Boss Gianni Infantino, der gleichzeitig einen Sitz im IOC innehat. Infantino hatte sich während der Spiele an Donald Trumps Friedensrat beteiligt und damit möglicherweise gegen das Neutralitätsgebot der olympischen Charta verstoßen. Auch hier war Coventry nicht informiert: „Auch das hatte ich nicht auf dem Schirm. Jetzt, wo sie es mir sagen, werden wir es uns anschauen.“

Erst mit einem Tag Verspätung gab das IOC schließlich bekannt, dass Infantinos Auftritt in Ordnung gewesen sei. Diese verspätete Reaktion steht in starkem Kontrast zur sofortigen Reaktion auf die eigenen Wissenslücken während der Pressekonferenz.

Fazit: Ein unsouveräner Auftritt

Insgesamt hinterließ der Auftritt der neuen IOC-Präsidentin einen äußerst unsouveränen Eindruck. Anstatt als kompetente Führungspersönlichkeit aufzutreten, zeigte sich Coventry in mehreren wichtigen Bereichen ahnungslos und machte ihr eigenes Team für ihre Wissenslücken verantwortlich. Für eine Organisation von der Größe und Bedeutung des Internationalen Olympischen Komitees sind solche Auftritte mehr als peinlich – sie untergraben die Glaubwürdigkeit der gesamten Institution.

Die Pressekonferenz in Cortina d'Ampezzo wird als schwerer Fehlstart der neuen Präsidentin in Erinnerung bleiben und wirft die Frage auf, ob Coventry für ihre neue Rolle angemessen vorbereitet wurde oder ob strukturelle Probleme innerhalb des IOC zu dieser Blamage geführt haben.

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