Kölner Poker-Profi Felix Schneiders gewinnt 717.000 Euro bei EPT Paris
Kölner Poker-Profi gewinnt 717.000 Euro in Paris

Kölner Poker-Profi räumt bei European Poker Tour in Paris 717.000 Euro ab

Der Kölner Poker-Spieler Felix Schneiders (44) hat in Paris den größten Karriereerfolg seiner Laufbahn gefeiert. Beim Main Event der European Poker Tour mit einem Buy-in von 5.300 Euro sicherte er sich den zweiten Platz und ein stattliches Preisgeld von 717.000 Euro. Im ausführlichen Interview spricht der Profi nun über die intensiven Finalmomente, die emotionale Achterbahnfahrt und seine Zukunftspläne.

„Das war völlig unwirklich“ – Die ersten Gedanken nach dem Gewinn

Was ging Ihnen nach dem Gewinn von 717.000 Euro als allererstes durch den Kopf? Felix Schneiders antwortet: „Das ist eine gute Frage. Als ich dasaß, war es erstmal völlig surreal, überhaupt um diesen Pokal spielen zu können und in dieses Heads-up zu kommen. Mir war bewusst, was da alles gut laufen musste und wie viele Spieler ausscheiden mussten. Dass ich überhaupt mit meinem Short-Stack dort gelandet bin, hat mich total baff und perplex gemacht. Das war völlig unwirklich.“

Das Finale: Ein emotionaler Kampf bis zur letzten Karte

Das Ende des Turniers gestaltete sich besonders dramatisch. Erst mit der letzten Karte besiegte sein Gegner den Kölner. Konnten Sie sich trotzdem wie ein Gewinner fühlen? Schneiders erklärt: „Als die Acht auf dem River kam, wusste ich, dass ich jetzt raus bin. Es hat sich aber angefühlt, als hätte ich das Ding gewonnen. Ich wusste genau, wir haben jetzt schon einen Großteil von dem erreicht, was wir immer erreichen wollten. Mit dem Stream, meinem Projekt GRND Live und dieser Road für die Trophy – das war der Wahnsinn!“

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Strategie und Vorbereitung: Der Schlüssel zum Erfolg

Im Finale war Schneiders mit den wenigsten Chips am Tisch. Seine Strategie: „Bevor es losging, habe ich mich mit meinem Coach besprochen. Wir haben viele Szenarien durchgespielt und durchkalkuliert. Mit der ersten Hand habe ich dann mit Ass und König gegen Zehner gewonnen. Das war ein wichtiger Moment. Danach wollte ich mich aus den großen Konfrontationen raushalten und habe versucht, die Pötte kleinzuhalten, bis sich das Feld gelichtet hat. Das ist mir gut gelungen.“

Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: „Ich bin mit meinem Coach Manuel alle unsere Gegner durchgegangen. Wir haben sie studiert, über Strategie und Taktik nachgedacht. Das hat sehr geholfen.“

Die wilden Stunden nach dem Turnier

Die 24 Stunden nach dem Finale beschreibt Schneiders als „sehr wild“. „Erst mal habe ich das noch gar nicht realisiert. Meine Freunde haben sich so krass gefreut und ich habe mich einfach gefreut, dass die sich gefreut haben. Dann ist meine Freundin extra noch aus Köln mit dem Zug angereist. Das war super schön.“

Die Feierlichkeiten fanden im Irish-Pub gegenüber vom Hotel statt: „Wir haben das alles noch mal Revue passieren lassen. Das ging bis halb zwei in der Nacht. Morgens ging es zurück nach Köln. Das war wie in einem Traum, weil ich nicht gedacht hatte, dass dieser Erfolg so schnell passieren wird.“

Herausforderung Abschalten und Pläne für die Zukunft

Das viele Adrenalin machte das Abschalten schwierig: „Das ist mir sehr, sehr schwergefallen. Ich habe drei Tage gebraucht. Mein Körper musste runterfahren. Ich war wie komplett geplättet und musste das erst mal realisieren.“

Haben Sie schon einen Plan, was Sie mit dem Geld machen werden? „Im Endeffekt geht alles so weiter wie bisher. Es ist ein Finanzpolster für die Zukunft, für meine Familie. Es wird sich nicht großartig was ändern. Mein Ziel bleibt es, die Trophäe zu holen. Ich bin weiterhin motiviert für all meine Projekte.“

Community und kommende Events

Schneiders teilt seinen Erfolg auch mit seiner großen Community: „In Liechtenstein haben wir Anfang April unser nächstes Event. Aber wir spielen ja auch immer im GRND Lab, um ein Turnier-Ticket für das nächste große Event zu gewinnen. Dort hat meine Community dann auch mal die Möglichkeit, bei einem Poker-Festival dabei zu sein und ihr Können unter Beweis zu stellen.“

Dieser zweite Platz bei der European Poker Tour in Paris markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Karriere des Kölner Poker-Profis und unterstreicht sein kontinuierliches Streben nach sportlicher Exzellenz.

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