Paralympics-Bilanz: Deutschland auf Platz 11 - DBS zieht dennoch positives Fazit
Paralympics: Deutschland nur Elfter, DBS dennoch zufrieden

Paralympics in Italien: Deutsche Bilanz mit Licht und Schatten

Die deutschen Para-Athleten haben bei den Winterspielen in Cortina und Tesero eine durchwachsene Bilanz vorgelegt. Mit insgesamt 17 Medaillen – davon zwei Gold-, sechs Silber- und neun Bronzemedaillen – landet Deutschland im offiziellen Medaillenspiegel nur auf Platz 11. Dies stellt die schlechteste Endplatzierung bei Para-Winterspielen in der Geschichte dar.

Historischer Tiefstand bei Goldmedaillen

Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Spitzenleistungen. Noch nie zuvor gewann Deutschland bei Paralympics so wenige Goldmedaillen wie in Italien. Einzig die Monoskifahrerin Anna-Lena Forster konnte zweimal die höchste Auszeichnung erringen. Zum Vergleich: Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi holte das deutsche Team zwar insgesamt weniger Medaillen (15), erreichte mit neun Goldmedaillen jedoch noch den zweiten Platz im Gesamtranking.

DBS zeigt sich dennoch optimistisch

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) zieht trotz der enttäuschenden Platzierung ein überwiegend positives Fazit. Sportdirektor Marc Möllmann betonte: „Natürlich hätten wir uns mehr Gold gewünscht, aber 17 Medaillen auf nur acht Athleten verteilt zeigen unsere Stärke in der Breite.“ Der Verband hatte sich zum Ziel gesetzt, unter den Top-6-Nationen bei der Gesamtmedaillenzahl zu landen. Mit dem vierten Platz in dieser Kategorie wurde dieses Ziel erreicht.

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Möllmann räumte jedoch ein: „Das Bedauern über die wenigen Goldmedaillen ist da. Wir sind unglaublich stolz auf Anna-Lena Forster, hätten aber auch anderen Athleten, besonders im Ski nordisch, Gold zugetraut.“ Der Sportdirektor blickt bereits nach vorn: „Wir sind zuversichtlich, dass wir bei den nächsten Winterspielen 2030 in Frankreich wieder mehrfache Goldgewinner feiern können.“

Langfristiger Abwärtstrend bei Spitzenplatzierungen

Die aktuellen Ergebnisse setzen einen besorgniserregenden Trend fort. Bereits bei den letzten Sommer-Paralympics war Deutschland aus den Top 10 herausgerutscht – 2014 in Paris auf Platz 11 und 2020 in Tokio auf Platz 12. Nun wiederholt sich dieses Muster auch bei den Winterspielen. Die Konkurrenz im internationalen Para-Sport wird immer stärker, während Deutschland Schwierigkeiten hat, seine Spitzenposition zu halten.

Dennoch bleibt der DBS optimistisch. Die Verteilung der Medaillen auf vergleichsweise wenige Athleten deutet auf eine gesunde Breitenförderung hin. Die Herausforderung für die kommenden Jahre wird sein, diese Breitenleistung wieder in mehr Spitzenerfolge umzumünzen und damit an die glorreichen Zeiten deutscher Para-Sportgeschichte anzuknüpfen.

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