Ukraine erhebt schwere Vorwürfe gegen Paralympisches Komitee: Systematischer Druck
Ukraine: Systematischer Druck durch Paralympisches Komitee

Ukraine erhebt schwere Vorwürfe gegen Paralympisches Komitee: Systematischer Druck

Die Ukraine hat bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo schwere Vorwürfe gegen das Internationale Paralympische Komitee (IPC) und das Organisationskomitee OCOG erhoben. In einer ausführlichen Stellungnahme beklagt das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine einen systematischen Druck seitens der Veranstalter, der die Teilnahme der ukrainischen Athleten erheblich beeinträchtigt habe.

Konkrete Vorwürfe der ukrainischen Delegation

Laut der ukrainischen Darstellung kam es zu mehreren Vorfällen, die als gezielte Benachteiligung gewertet werden. Vertreter der Organisatoren sollen erzwungen haben, dass die ukrainische Nationalflagge aus dem Paralympischen Dorf entfernt wird. Zudem hätten IPC- und OCOG-Vertreter gemeinsame Teamabende der ukrainischen Mannschaft gestört und diese für unzulässig erklärt.

Ein besonders gravierender Vorfall betrifft die Biathlon-Goldmedaillengewinnerin Oleksandra Kononowa. Kurz vor ihrer Siegerehrung sei sie dazu gedrängt worden, ihre Ohrringe mit der Aufschrift Stop War abzulegen. Auch der Familie des Skilangläufers Taras Rad habe man die ukrainische Fahne auf der Tribüne weggenommen.

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Überraschte Reaktion des Internationalen Paralympischen Komitees

Das IPC reagierte auf die Vorwürfe mit deutlicher Überraschung. Ein Sprecher teilte mit, dass die Ukraine bei den offiziellen Chef-de-Mission-Sitzungen, dem vorgesehenen Kommunikationskanal für nationale Paralympische Komitees, keinerlei Bedenken geäußert habe. Die Ukraine hat weder formell noch informell Bedenken geäußert, sondern diese nur über die Medien vorgebracht, so die offizielle Stellungnahme.

Das IPC betonte zwar Verständnis für die Situation des ukrainischen Volkes, machte jedoch klar, dass dieses Verständnis nicht so weit reiche, dass Regelverstöße geduldet würden. Die Vorschriften seien allen teilnehmenden Nationen im Vorfeld der Spiele eindeutig mitgeteilt worden.

Fall Kononowa: Höfliche Bitte oder unzulässiger Druck?

Im konkreten Fall der Biathletin Oleksandra Kononowa erklärte das IPC, die Athletin sei lediglich höflich darum gebeten worden, die Ohrringe abzunehmen, da diese gegen die IPC-Regeln verstoßen könnten. Kononowa habe dieser Bitte zugestimmt und die Ohrringe eigenständig entfernt. Damit widerspricht das IPC der Darstellung eines erzwungenen Vorgehens.

Die ukrainische Seite beharrt jedoch auf ihrer Version der Ereignisse und spricht von einem Muster systematischer Benachteiligung, das über Einzelfälle hinausgeht. Die Situation belastet das Klima der Paralympischen Winterspiele und wirft Fragen zum Umgang mit politischen Symbolen im Sport auf.

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