Berliner Tennis-Talent Diego Dedura schwärmt für München und BMW Open
Dass ein Berliner München liebt, ist eine eher seltene Konstellation. Der 18-jährige Tennis-Profi Diego Dedura gehört jedoch zu diesen Ausnahmen. Am Sonntag spielte sich der Hauptstädter mit einem 6:7, 6:3, 6:3 gegen den Inder Sumit Nagal (28) ins Hauptfeld der BMW Open und steht damit zum zweiten Mal in diesem prestigeträchtigen Turnier.
Außenseiter mit München-Begeisterung
In der ersten Runde trifft Dedura auf den Italiener Flavio Cobolli, die Nummer 16 der Weltrangliste. Gegen diesen erfahrenen Gegner ist der Berliner, der auf Position 257 der ATP-Weltrangliste steht, ein krasser Außenseiter. Dennoch blickt er mit großer Vorfreude auf das Turnier in der bayerischen Metropole.
„Der Unterschied zwischen Berlin und München ist geisteskrank. Da bekommt man einen Kulturschock“, erklärt Dedura. „In München ist es sehr schön. Die Leute sind sauber, sicher auch wohlhabender, hier ist es echt schön. Eine geile Stadt.“
Höchstes Lob für Turnier-Organisation
Besonders beeindruckt zeigt sich der junge Linkshänder von der Qualität des Münchner Turniers: „Das schönste Turnier, das ich je gespielt habe. Auch besser als Hamburg. Shuttle, Security, Hotel, die Organisation – perfekt.“ Diese Meinung teile er mit vielen anderen Profis, die alle gerne in München spielen würden.
Ein entscheidender Vorteil für Dedura: „Ich habe das Gefühl, dass das Turnier für die Spieler gemacht ist. Die werden hier priorisiert.“ Auch die Platzverhältnisse überzeugen ihn vollständig. „Es regnet und man kann trotzdem weiterspielen. Da gibt es viele Turniere, gerade auf Challenger-Ebene, da wäre sofort eine Pfütze auf dem Platz und die Partie wäre 90 Minuten unterbrochen.“
Berlin bleibt die Heimat
Trotz aller Begeisterung für München hat Dedura keine Pläne, dorthin umzuziehen. „Berlin ist Heimat. Da bin ich geboren, da bleibe ich für immer. Ich bin Berliner und liebe meine Stadt. Da will ich nicht weg.“ Dennoch bedauert er, dass Berlin kein ATP-Turnier hat – ein weiterer Pluspunkt für die bayerische Metropole.
„Zumindest ein Challenger sollten wir in Berlin mal hinkriegen“, wünscht sich der ambitionierte Spieler, der bis Ende des Jahres die Top 200 der Weltrangliste erreichen möchte. Nach seiner ATP-Premiere vor einem Jahr am Aumeister zeigt Dedura kontinuierliche Fortschritte und befindet sich derzeit auf seiner bisher besten Position.
Professionelle Kommunikation überzeugt
Ein weiterer positiver Aspekt für den Berliner ist die ausgezeichnete Kommunikation während des Turniers. „Man will sich einschlagen und die antworten nach zwei Minuten, ob ich einen Platz bekomme“, lobt Dedura den Service. Diese Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Spieler mache den besonderen Charakter der BMW Open aus.
Die Kombination aus professioneller Organisation, exzellenten Platzverhältnissen und der besonderen Atmosphäre Münchens macht das Turnier für Dedura zu einem Highlight der Saison. Während er auf dem Platz gegen Cobolli antritt, bleibt sein Herz dennoch in Berlin verankert – eine besondere Verbindung zwischen zwei deutschen Metropolen, die durch das Tennis-Talent symbolisiert wird.



