Deutsche Tennisfrauen verpassen Wiederaufstieg im Billie Jean King Cup
Die deutschen Tennisfrauen haben im Billie Jean King Cup den ersehnten Wiederaufstieg verpasst und stehen nun sogar vor der bitteren Drohung des Abstiegs in die Regionalgruppe II. Im portugiesischen Oeiras erlitt die unerfahrene Auswahl von Teamchef Torben Beltz auch ihr zweites Gruppenspiel gegen Schweden mit 1:2 und kann nach der Auftaktniederlage gegen Portugal den ersten Tabellenplatz nicht mehr erreichen.
Entscheidungsspiel gegen den Abstieg
Stattdessen müssen die deutschen Frauen in einem entscheidenden Playoff am Freitag oder Samstag den Abstieg abwenden. Das letzte Gruppenspiel gegen Dänemark, das am Donnerstagnachmittag ausgetragen wird, ändert daran nichts mehr – beide Teams stehen mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen da. Im Abstiegs-Playoff wartet der dritt- oder viertplatzierte der Gruppe A auf das deutsche Team um Anführerin Ella Seidel.
Doppelniederlage gegen Schweden
Gegen die Schwedinnen Caijsa Wilda Hennemann und Lisa Zaar verloren Seidel und Tessa Brockmann am Donnerstagmittag das entscheidende Doppel mit 2:6, 4:6. Die Partie war am Mittwochabend beim Stand von 1:1 nach den beiden Einzeln unterbrochen worden. Seidel, die in Abwesenheit der verletzten Eva Lys Deutschlands Nummer eins ist, hatte mit einem Zweisatzsieg gegen Kajsa Rinaldo Persson ausgeglichen, vor einer äußerst spärlichen Kulisse. Zuvor hatte Noma Noha Akugue ihr Einzel gegen Hennemann verloren.
Historischer Tiefpunkt droht
Ein Abstieg in die Regionalgruppe II wäre ein historischer Tiefpunkt für das DTB-Team, das den einst als Fed Cup ausgetragenen Wettbewerb zweimal in der Ära Steffi Graf gewonnen hat – 1987 und 1992. Die deutschen Frauen waren erst im Herbst aus der Weltgruppe in die Regionalgruppe I abgestiegen, und nun droht der weitere Fall. Die Situation unterstreicht die Herausforderungen, vor denen der deutschen Damen-Tennis steht, und die dringende Notwendigkeit, junge Talente zu entwickeln und zu fördern.



