Mit einer furiosen Vorstellung hat Alexander Zverev das Halbfinale des ATP-Masters in Madrid erreicht. Der deutsche Tennisstar besiegte den Italiener Flavio Cobolli mit 6:1, 6:4 und nahm damit erfolgreich Revanche für die schmerzhafte Halbfinal-Niederlage in München vor zwei Wochen. Der Weltranglistendritte zeigte sich von Beginn an in Topform und unterstrich seine Titelambitionen.
Starker Start und frühe Führung
Trotz seiner Nachtschicht im Achtelfinale gegen den Tschechen Jakub Mensik, die erst um 1:21 Uhr endete, wirkte Zverev gegen Cobolli hellwach und dominant. Er verließ sich auf seinen starken Aufschlag und profitierte von mehreren Doppelfehlern des Italieners. Bereits nach 19 Minuten führte Zverev im ersten Satz mit 5:0 und sicherte sich diesen souverän mit 6:1.
Zweiter Satz: Kampf und Sieg
Im zweiten Durchgang kam Cobolli besser ins Spiel, doch Zverev blieb offensiv und behielt die Kontrolle. Nach knapp 90 Minuten nutzte der Hamburger seinen ersten Matchball zum 6:4 und zog damit zum vierten Mal in dieser Saison ins Halbfinale eines 1000er-Turniers ein. Bemerkenswert: Mit diesem Sieg feierte Zverev seinen 179. Karrieresieg auf Sand und überholte damit Philipp Kohlschreiber (178), was einen deutschen Rekord bedeutet.
Halbfinalgegner und Ausblick
Im Halbfinale trifft Zverev auf den Überraschungs-Halbfinalisten Alexander Blockx aus Belgien. Anders als in Indian Wells, Miami und Monte Carlo, wo er auf Jannik Sinner traf, hat er es diesmal mit einem anderen Gegner zu tun. Der Weltranglistenerste Sinner könnte erst im Endspiel auf Zverev warten, gegen den der Deutsche die letzten acht Duelle verloren hat. Durch die Absage von Carlos Alcaraz ist Zverev in Madrid an Nummer zwei gesetzt.
In den vergangenen drei Jahren war Zverev in Madrid stets im Achtelfinale gescheitert. 2022 hatte er das Finale erreicht, aber den Titel verpasst. Nun bereitet sich der Tokio-Olympiasieger in der spanischen Hauptstadt auf den Sandplatz-Höhepunkt French Open (24. Mai bis 7. Juni) vor.



