Dominant, ratlos, dominant: Zverev erreicht Halbfinale in München nach Dreisatz-Sieg
Zverev im Halbfinale von München nach Dreisatz-Sieg

Zverev überwindet Schwächephase und zieht ins Halbfinale ein

Alexander Zverev präsentierte sich im Viertelfinale des ATP-Turniers in München als Spieler mit zwei Gesichtern, doch am Ende triumphierte der Titelverteidiger. Mit einem 5:7, 6:0, 6:2 setzte sich der topgesetzte Hamburger gegen den argentinischen Herausforderer Francisco Cerúndolo durch und sicherte sich damit den Einzug ins Halbfinale. Dort erwartet ihn am Samstag der Italiener Flavio Cobolli, der als Nummer vier des Turniers gesetzt ist.

Ein Match mit extremen Leistungsschwankungen

Bei strahlendem Sonnenschein startete Zvereu zunächst überragend und baute im ersten Satz eine klare 5:1-Führung auf. Doch dann verlor der Weltranglistendritte überraschend den Faden. Cerúndolo, auf Position 19 der ATP-Weltrangliste geführt, nutzte die zunehmenden Fehler des Deutschen konsequent aus und riss nach 56 Minuten Spielzeit den ersten Satz an sich. Zverev zeigte sich in dieser Phase sichtlich frustriert, diskutierte mit seiner Box und rief ratlos: „Was ist das?!“

Im zweiten Satz vollzog sich dann eine beeindruckende Wandlung. Zverev dominierte nahezu nach Belieben und glich mit einem souveränen 6:0 aus. Der dritte Durchgang gestaltete sich zwar wieder anspruchsvoller, doch dem Hamburger gelang ein frühes Break zum 3:1, das er entschlossen verteidigte. Ein weiterer Break zum 5:2 ebnete schließlich den Weg zum verdienten Sieg.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Historische Bilanz spielte eine Rolle

Zverev war sich vor dem Match bewusst, dass die Begegnung mit Cerúndolo eine besondere Herausforderung darstellen würde. In der bisherigen Bilanz der beiden Spieler hatte der Deutsche zwar vier der letzten sieben Duelle gewonnen, allerdings fanden alle diese Siege auf Hartplatz statt. Die ersten drei Begegnungen auf Sand – der Belag des Münchner Turniers – hatte Zverev allesamt verloren. Diese statistische Besonderheit mag zu der anfänglichen Nervosität beigetragen haben.

Im Achtelfinale hatte Zverev noch deutlich leichteres Spiel gegen den Kanadier Gabriel Diallo gehabt, den er mit 6:1, 6:2 bezwang. Gegen den widerstandsfähigen Argentinier musste er dagegen alle Qualitäten abrufen. Nach dem schwankenden Start zeigte sich Zverev im entscheidenden Moment nervenstark und kampfbereit, was ihm letztlich den Einzug in die nächste Runde sicherte.

Das Publikum im MTTC Iphitos honorierte die Leistung des Lokalmatadors mit begeistertem Jubel. Für Zverev bleibt nun die Aufgabe, im Halbfinale gegen Cobolli die konstantere Leistung aus den letzten beiden Sätzen beizubehalten, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration