Berliner Volleyball-Team nach internationalem Ausblick auf nationale Titelchance
Die BR Volleys aus Berlin haben eine weitere Enttäuschung im internationalen Wettbewerb hinnehmen müssen. Nach einer 0:3-Niederlage (21:25, 27:29, 18:25) beim italienischen Spitzenteam Gas Sales Bluenergy Piacenza ist das Aus im CEV Cup besiegelt. Damit scheiden die Volleys aus dem zweitklassigen europäischen Pokalwettbewerb im Viertelfinale aus, nachdem sie bereits in der Gruppenphase der Champions League gescheitert waren.
Konzentration auf das verbliebene Saisonziel
Für die Hauptstädter bleibt nun nur noch eine Titelchance: die deutsche Meisterschaft in der Volleyball Bundesliga (VBL). Libero Kyle Dagostino zog eine ernüchternde Bilanz der internationalen Saison: "Wir haben uns bemüht, aber es am Ende nicht geschafft. So kann man vielleicht unsere gesamte internationale Saison zusammenfassen", sagte der Spieler. Er fügte hinzu: "Wir haben viel versucht, aber aus den Möglichkeiten, die wir hatten, zu wenig gemacht. Das müssen wir jetzt akzeptieren und nach vorn auf die Bundesliga schauen."
Die Berliner wollen eine durchwachsene Saison mit dem Gewinn der Meisterschaft noch zu einem versöhnlichen Ende führen. Bereits im DVV-Pokal war das Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen Endstation gewesen, wodurch die Titelverteidigung verpasst wurde.
Lüneburg setzt Erfolgsserie fort
Ganz anders präsentiert sich die Situation beim nationalen Konkurrenten SVG Lüneburg. Das Team von Trainer Stefan Hübner setzt seinen Erfolgslauf konsequent fort und zog mit einem 3:1-Sieg bei Alterna SPVB Poitiers ins Halbfinale des CEV Cup ein. Erst Anfang März hatte sich Lüneburg zum ersten Mal zum deutschen Pokalsieger gekrönt.
Auch im Meisterschaftsrennen der Bundesliga positioniert sich die SVG als Tabellenzweiter aussichtsreich für die anstehenden Playoffs, die am 28. März starten. Während Berlin also nur noch auf eine Trophäe hoffen kann, träumt Lüneburg weiter vom nächsten Coup auf mehreren Ebenen.
Saisonendspurt mit unterschiedlichen Ausgangslagen
Die beiden Top-Teams der Volleyball Bundesliga gehen somit mit völlig unterschiedlichen Gefühlslagen in den finalen Saisonabschnitt. Für die BR Volleys bedeutet das:
- Aus im CEV Cup nach zwei 0:3-Niederlagen gegen Piacenza
- Verpasste Titelverteidigung im DVV-Pokal
- Aus in der Champions League Gruppenphase
- Einzig verbliebene Chance: Meisterschaft in der VBL
Für die SVG Lüneburg hingegen sieht die Bilanz deutlich positiver aus:
- Weiterhin im CEV Cup vertreten (Halbfinale erreicht)
- Erster Pokalsieg der Vereinsgeschichte
- Gute Ausgangsposition in der Meisterschaft (Tabellenzweiter)
Der Kontrast könnte kaum größer sein, wenn die Playoffs der Volleyball Bundesliga Ende März beginnen und über die Verteilung der Titel entscheiden.



