Historisches Volleyball-Duell im Halbfinale: Berlin Volleys gegen Friedrichshafen
Das legendäre Duell der deutschen Volleyball-Geschichte findet in dieser Saison bereits im Halbfinale statt. Die Berlin Volleys treffen ab Samstag (18.00 Uhr/Dyn) auf ihren Erzrivalen VfB Friedrichshafen in einer Begegnung, die nach Einschätzung von Volleys-Kapitän Ruben Schott bereits Endspielcharakter besitzt.
„Es hat Endspielcharakter“: Schott über das frühe Aufeinandertreffen
„Es war abzusehen, dass wir wieder auf Friedrichshafen treffen werden“, sagte Schott. „Trotzdem ist es natürlich krass, dass es erstmals seit 14 Jahren ein Halbfinale ist, nachdem wir so viele Finals gegen sie gespielt haben. Am Gefühl ändert das aber nichts, es hat Endspielcharakter. Do-or-die im Halbfinale eben.“
Die Rivalität zwischen beiden Clubs prägt den deutschen Volleyball seit Jahrzehnten auf einzigartige Weise. Seit dem Jahr 1997 hat es keinen anderen Meister gegeben – eine beispiellose Dominanz in der deutschen Volleyball-Bundesliga. Die Berlin Volleys konnten inzwischen 15 Meistertitel erringen, während die Häfler aus Friedrichshafen 13 Titel gewannen.
Friedrichshafen als herausfordernder Gegner
Auch wenn die SVG Lüneburg Friedrichshafen in den vergangenen Jahren etwas überholt hat, bleibt der VfB ein gefährlicher Gegner für die Berliner. In dieser Saison gewann Friedrichshafen den Liga-Auftakt in Berlin und warf den Hauptstadtclub zudem im Halbfinale aus dem Pokalwettbewerb.
„Es ist eine Mannschaft, die ziemlich gut blockt“, analysierte Außenangreifer Schott den Gegner. „Dazu sind sie sehr heimstark. Beim VfB in der Spacetech Arena ist es als Gastmannschaft eklig zu spielen.“ Umso wichtiger sei daher ein guter Start in der heimischen Max-Schmeling-Halle im ersten Spiel der Halbfinalserie.
Verkürzte Halbfinalserie und aktuelle Form
Das Viertelfinale gegen die Netzhoppers gewannen die Berliner souverän und wollen nun den nächsten Schritt zum zehnten Meistertitel in Folge gehen. Nach einer bislang enttäuschenden Spielzeit zeigt sich Schott zuversichtlich: „Das Gefühl ist derzeit echt gut, weil wir in den letzten Wochen viel trainieren konnten und einen langsameren Spielrhythmus hatten. Das tat uns wirklich gut. Jeder konnte auch individuell an seinen körperlichen Problemzonen arbeiten.“
Weil Lüneburg auch im Finale des CEV-Cups steht, wurden beide Halbfinal-Serien von der Liga verkürzt, um Terminprobleme zu vermeiden. Schott äußerte dazu Bedauern: „Ich finde es schade, dass die Serie nur im Best-of-three ausgetragen wird. Wir befinden uns im Saisonfinale, es geht um alles und da würde ein Best-of-five der Sache gerechter werden.“
Die Berlin Volleys stehen somit vor einer der größten Herausforderungen der Saison gegen ihren historischen Rivalen in einer verkürzten Halbfinalserie, die bereits jetzt nach Endspiel duftet.



