Dresdner Volleyballerinnen verlieren Halbfinalauftakt trotz klarer Führung
Die Volleyball-Frauen des Dresdner SC sind mit einer bitteren Niederlage in das Halbfinale des CEV-Cups gestartet. Der deutsche Vizemeister unterlag in der heimischen Arena dem italienischen Top-Team von Reale Mutua Fenera Chieri ´76 nach einer vielversprechenden 2:0-Führung am Ende mit 2:3 (25:23, 26:24, 14:25, 14:25, 10:15).
Starker Start und taktische Überlegenheit
Vor 2921 begeisterten Zuschauern zeigten die Dresdnerinnen einen äußerst konzentrierten und taktisch gut vorbereiteten Auftakt. Sie setzten den Gegner von Beginn an mit starken Aufgaben unter Druck und griffen aus einer stabilen Annahme heraus variabel an. Auch der Block stand zuverlässig und verhinderte viele Angriffe der Italienerinnen.
Im zweiten Satz bewiesen die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl zudem starke Nerven. In der entscheidenden Schlussphase wehrten sie gleich drei gegnerische Satzbälle ab und sicherten sich mit 26:24 den zweiten Satzgewinn. Damit schien der Weg zum Sieg geebnet.
Dramatische Wende im Spielverlauf
Ab dem dritten Abschnitt wendete sich das Blatt jedoch dramatisch. Während die DSC-Damen ihr hohes Niveau nicht halten konnten und sich vermehrt Fehler einschlichen, fanden die Gäste aus Chieri immer besser zu ihrem Rhythmus. Die Italienerinnen spielten nun ihre gesamte Qualität aus und dominierten die folgenden Sätze deutlich.
Die Dresdnerinnen verloren den dritten Satz mit 14:25 und auch den vierten Abschnitt mit dem gleichen Ergebnis. Im entscheidenden fünften Satz konnten sie den Schwung der Gegnerinnen nicht mehr bremsen und mussten sich mit 10:15 geschlagen geben.
Herausforderung für das Rückspiel
Diese Niederlage bedeutet eine schwere Hypothek für das Rückspiel am kommenden Mittwoch in Italien. Die Dresdner Volleyballerinnen benötigen dort auf jeden Fall einen klaren Sieg, um überhaupt noch eine Chance auf das Finale zu haben. Nur mit einem Erfolg in Chieri können sie ein Golden Set erzwingen, das dann über den Einzug ins Endspiel entscheiden würde.
Trainer Alexander Waibl und sein Team müssen nun schnell die Lehren aus dieser enttäuschenden Niederlage ziehen. Besonders die mentale Stärke in den entscheidenden Momenten und die Konstanz über das gesamte Spiel hinweg werden im Fokus der Vorbereitung stehen. Die Dresdnerinnen haben gezeigt, dass sie dem italienischen Top-Team durchaus gewachsen sind – nun gilt es, diese Leistung über fünf Sätze hinweg abzurufen.



