Volleyballerin Leana Grozer verlässt Rekordmeister Schwerin
Schwerin • Es ist ein bedeutender Umbruch, der den deutschen Volleyball-Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin trifft. Die Volleyball-Nationalspielerin Leana Grozer wird den Verein nach dieser Saison verlassen. Beim traditionellen Fanfest am Ende der Saison wurde die 18 Jahre alte Tochter von Deutschlands Ausnahmespieler Georg Grozer zusammen mit sechs weiteren Spielerinnen emotional verabschiedet.
Großer Umbruch beim SSC Schwerin
Neben der talentierten Leana Grozer verlassen auch Luisa van Clewe, Florien Reesink, Anna Artyshuk, Vedrana Jaksetic, Iris Vos und Britte Stuut den erfolgreichen Verein. Dieser personelle Wechsel markiert einen der größten Umbruchphasen in der jüngeren Vereinsgeschichte des SSC Schwerin.
Geschäftsführer Michael Evers äußerte sich zu den Abgängen: „Einige Spielerinnen verlassen uns aus individuellen Gründen. Sei es, weil unsere Vorstellungen nicht vollständig übereinstimmten oder weil sie eine neue Herausforderung suchen.“ Besonders bedauerte er den Weggang von Leana Grozer: „Gerade Grozer hätte ich gerne noch ein Jahr in Schwerin gesehen. Wir wünschen ihr und den anderen jedoch viel Erfolg beim nächsten Schritt.“
Veränderungen auch im Trainerteam
Nicht nur im Spielerinnenkader gibt es Veränderungen. Auch im Trainerteam vollzieht sich ein wichtiger Wechsel: Assistenzcoach Paul Sens wird zur kommenden Saison den Ligakonkurrenten VC Wiesbaden übernehmen. Damit verliert Schwerin nicht nur erfahrene Spielerinnen, sondern auch wertvolles Know-how aus dem Trainerstab.
Letzte Saison mit Höhen und Tiefen
Der Titelverteidiger Schwerin war am vergangenen Mittwoch im Playoff-Halbfinale der Volleyball-Bundesliga nach der zweiten Niederlage gegen den VfB 91 Suhl ausgeschieden. Dies markierte ein vorzeitiges Saisonende für den ambitionierten Verein.
Leana Grozer hatte in der Saison 2023/2024 ihre Bundesliga-Premiere beim SSC gefeiert und sich schnell als wertvolle Spielerin etabliert. In der Finalserie gegen den Dresdener SC wurde sie im vergangenen Jahr in zwei von drei Partien zur „besten Spielerin“ gewählt – eine bemerkenswerte Leistung für die junge Athletin.
Der Abschied von Grozer und den weiteren Spielerinnen markiert das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen Phase für den SSC Schwerin. Die Vereinsführung steht nun vor der Herausforderung, den Kader für die kommende Saison neu zu formieren und die erfolgreiche Tradition des Rekordmeisters fortzusetzen.



