Emotionaler Abschied und klare Zukunft beim SV Warnemünde
Die Volleyballer des SV Warnemünde haben ihre Heimspielsaison in der 1. Bundesliga mit zwei Niederlagen beendet, doch die Ergebnisse traten völlig in den Hintergrund. Viel bedeutsamer war der emotionale Abschied von Urgestein Josef Günther, der sein letztes Heimspiel für die Erste des Vereins absolvierte. Gleichzeitig gab Erfolgstrainer Maurizio Forte seine Verbleibsabsicht für die kommende Saison bekannt.
Letztes Heimspiel für einen Vereinsikone
Gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg stand ganz im Zeichen von Josef Günthers Abschied. Der 28-jährige gebürtige Rostocker will künftig kürzertreten und nicht mehr für das Bundesliga-Team auflaufen. „Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt, habe aber versucht, jeden Moment zu genießen“, sagte Günther nach dem Spiel. „Dieses Kapitel mit der 1. Liga abzuschließen, ist absolut cool. Ich habe von der 3. bis zur 1. Liga alles mitgemacht und dieses Jahr gegen Leute gespielt, die man nur aus dem Fernsehen kannte. Das war ein toller Abschluss.“
Günther blickt mit Stolz auf die Entwicklung des Vereins zurück: „Es macht mich stolz, zu sehen, was der Verein geschaffen hat. Die 1. Liga, die Spiele in der Stadthalle und der Hansemesse sowie der Klassenerhalt. Der Verein hat es verdient, in der 1. Liga zu spielen, muss jetzt dranbleiben. Man spürt auch den Rückhalt bei der Stadt.“
Trainer Forte bleibt dem Verein treu
Während ein Kapitel endet, bleibt ein wichtiger Architekt des Erfolgs erhalten. Trainer Maurizio Forte, der den SV Warnemünde 2025 in die 1. Bundesliga führte und in dieser Saison den Klassenerhalt sicherte, bestätigte seine Zukunft beim Verein. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag und bin zu 100 Prozent nächste Saison hier“, erklärte der Italiener, der seit drei Jahren den Verein trainiert.
Forte hat sich in Warnemünde und die Stadt verliebt: „Ich bin super zufrieden hier, mag das Leben. Die Stadt ist fantastisch, der Club ist super. Ich sehe keine Notwendigkeit, etwas anderes zu suchen. Es war auch für mich das 1. Jahr in der 1. Liga. Jetzt wissen wir, was uns erwartet und wo wir uns verbessern müssen.“
Saisonausklang mit bereits gesichertem Klassenerhalt
Die beiden 1:3-Niederlagen gegen VCO Berlin und die Barock Volleys MTV Ludwigsburg in der Arena in der Tschaikowskistraße waren sportlich zweitrangig, da der SV Warnemünde den Klassenerhalt bereits sicher hat. In dieser Saison steigt kein Verein aus der 1. Bundesliga ab. Das letzte Saisonspiel bestreiten die Warnemünder Volleyballer am Samstag, 21. März, um 19 Uhr bei den Volley Goats Mitteldeutschland.
Die Mannschaft hat in ihrer ersten Erstliga-Saison durch Zusammenhalt und Emotionen überzeugt und gilt als Bereicherung für die höchste deutsche Volleyball-Spielklasse. Mit der klaren Zukunftsperspektive durch Trainer Forte und dem würdigen Abschied für Josef Günther schließt der Verein ein wichtiges Kapitel, während gleichzeitig die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden.



