Volleyball-Finale: Suhl setzt auf Heimvorteil in der Wolfsgrube gegen Dresden
Volleyball-Finale: Suhl gegen Dresden in der Wolfsgrube

Volleyball-Finale: Suhl setzt auf Heimvorteil in der Wolfsgrube gegen Dresden

Das Überraschungsteam VfB Suhl empfängt am Mittwochabend den Dresdner SC zum ersten Spiel der Finalserie um die deutsche Volleyball-Meisterschaft in der heimischen Sporthalle Wolfsgrube. Für die Thüringerinnen ist es die erste Finalteilnahme in der Bundesliga, während die Sächsinnen ihre siebte Meisterschaft anstreben.

Die Wolfsgrube als Energieschub für Suhl

Volleyball-Trainer Laszlo Hollosy vom VfB Suhl beschreibt die heimische Sporthalle mit einem Lächeln: „Für die gegnerischen Mannschaften ist es wohl ein Alptraum. Für uns ist sie natürlich ein echter Energieschub“, sagte der Ungar. Die rund 1.800 Fans in der Wolfsgrube gelten als besonders leidenschaftlich. Nach Siegen stimmt Mittelblockerin Laura Berger gerne per Megafon das „Humba täterä“ an, und das Team feiert gemeinsam mit den Anhängern.

Zielstrebiger Entwicklungsprozess führt zum Erfolg

Der Finaleinzug des „Wolfsrudels“ ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines konsequenten Aufbaus. Geschäftsführer Alexander Mantlik hatte bereits 2020 eine klare Vision: „Er hatte einen klaren Plan, nämlich ein Playoff-Team aufzubauen“, erinnert sich Hollosy. Der Club professionalisierte sich schrittweise, gewann treue Sponsoren und entwickelte unbekanntere Spielerinnen zu Leistungsträgerinnen. Das Budget ist zwar kleiner als bei Konkurrenten wie Stuttgart, Dresden oder Schwerin, doch die Mischung im Team passt in dieser Saison perfekt.

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Erfahrene Anführerinnen und neue Topscorerin

Im Suhler Team harmonieren erfahrene Spielerinnen mit neuen Talenten:

  • Kapitänin Roosa Laakonen und Lara Nagels bleiben als erfahrene Anführerinnen an Bord.
  • Neuverpflichtung Monika Brancuska wurde zur Topscorerin der Liga.
  • Mackenzie Foley und Hannah Hartmann etablierten sich als weitere Leistungsträgerinnen.
Trainer Hollosy hat sich an die deutsche Volleyball-Kultur angepasst und geht stärker auf die junge Spielerinnen-Generation ein: „Bei dieser neuen Generation glaube ich, dass man mehr auf die Spielerinnen eingehen muss“, erklärt der 49-Jährige.

Dresden setzt auf eigenen Nachwuchs und Erfahrung

Während Suhl die Final-Premiere feiert, blickt der Dresdner SC auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Im Halbfinale schaltete das Team von Trainer Alexander Waibl den großen Favoriten Stuttgart aus. Waibl, der in seiner 17. Saison in Dresden tätig ist, erwartet eine ausgeglichene Serie: „Suhl war für mich die stärkste Mannschaft der Rückrunde, sie schwimmen auf einer Welle“, sagte er. „Aber auch wir haben uns in den Playoffs weiter gesteigert, verfügen über viel Talent und die Mannschaft gibt nie auf.“

Besonders stolz ist Waibl auf den starken Fokus des DSC auf den eigenen Nachwuchs. Mit Patricia Nestler, Mette Pfeffer, Florentine Rosemann, Larissa Winter und Teresa Ziegenbalg stehen fünf Spielerinnen aus der eigenen Nachwuchsschmiede im Kader – eine ungewöhnlich hohe Zahl in der Bundesliga.

Druck liegt bei Dresden, Suhl zeigt Nervenstärke

Trainer Hollosy sieht den Druck aufgrund der Historie klar bei den Dresdnerinnen. Sein Team hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass es mit kniffligen Situationen umgehen und große Gegner schlagen kann:

  • Im Pokalfinale gegen Stuttgart
  • In den Playoffs gegen Titelverteidiger Schwerin
  • Im Pokal-Halbfinale gegen Dresden im Tiebreak
In der Liga waren beide Partien ebenfalls knapp, zweimal hieß es 3:2 für Dresden. „Wir müssen gut vorbereitet sein. Und am Ende weiß nur Gott, wer die Besten sein werden“, prognostizierte Hollosy. Wer in der Finalserie als Erstes drei Spiele gewinnt, sichert sich den deutschen Meistertitel.

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