Volleys akzeptieren Zweitplatzierung vor Playoffs: Kapitän Schott blickt nach vorn
Volleys als Zweiter in Playoffs: Kapitän Schott gibt sich realistisch

Volleyball-Derby gewonnen, doch Tabellenführung verpasst

Die BR Volleys haben im Berlin-Brandenburg-Derby einen wichtigen Erfolg gefeiert, müssen sich jedoch mit der Aussicht auf eine zweite Tabellenposition zum Start der Playoffs abfinden. Mit einem 3:1-Sieg gegen die Netzhoppers KW demonstrierte das Team von Trainer Alexandre Leal zwar Stärke, doch die Hoffnung auf die Führung in der Hauptrunde schwindet zusehends.

Kapitän Schott: „Dann halt als Zweiter in die Playoffs“

Kapitän Ruben Schott zeigte sich nach dem Spiel realistisch und gab zu, dass der Fokus bereits auf der kommenden K.o.-Runde liege. „Wir haben jetzt schon ein bisschen den Fokus in die Playoffs und gehen dann halt als Zweiter rein“, erklärte der erfahrene Spieler gegenüber dem Streamingdienst Dyn. Er betonte jedoch die entscheidende Mentalität für den Titelkampf: „Wenn du deutscher Meister werden willst, musst du das letzte Spiel gewinnen.“

Schott kritisierte rückblickend den Saisonstart der Volleys, der möglicherweise den Ausschlag für die verpasste Tabellenführung gegeben habe. „Wir haben den Start halt ein bisschen verpennt in dieser Saison“, räumte der Kapitän ein. Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung eines konstanten Leistungsniveaus über die gesamte Spielzeit hinweg.

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Möglicher Nachteil im Finale gegen Lüneburg

Für die Volleys könnte sich die zweite Position in der Tabelle im Falle eines Finalduells gegen den Pokalsieger Lüneburg als nachteilig erweisen. Sollte es zu einem entscheidenden fünften Spiel kommen, würden die Norddeutschen über den Heimvorteil verfügen. Diese Regelung könnte den Ausgang einer möglichen Meisterschaftsentscheidung beeinflussen.

Lüneburg hat in der verbleibenden Hauptrunde noch mehr Spiele vor sich als die Volleys. Falls die Niedersachsen keine weiteren Punkte mehr abgeben, würden sie erstmals in der Vereinsgeschichte als Tabellenerster in die Playoffs starten. Dies unterstreicht die spannende Konstellation am Ende der regulären Saison.

Derby-Sieg als Stimmungsaufheller nach europäischen Rückschlägen

Der Erfolg gegen die Netzhoppers (25:18, 23:25, 25:20, 25:16) kam für die Volleys zur rechten Zeit. Nach enttäuschenden Niederlagen in den europäischen Ligen benötigte der Serienmeister dringend einen positiven Impuls. „Wir hatten heute mal einen besseren Tag beim Aufschlag“, freute sich Schott über die verbesserte Leistung seines Teams.

Besonders hervor hob der Kapitän die Leistung von Jake Hanes, der mit kraftvollen Aufschlägen beeindruckte. „Vor allem Jake hat da ordentliche Raketen gezündet“, lobte Schott seinen Teamkollegen, der mit insgesamt 25 Punkten maßgeblich zum Sieg beitrug. Diese individuelle Stärke könnte in den Playoffs von entscheidender Bedeutung sein.

Beide Berliner Teams in den Playoffs vertreten

Trotz der Niederlage im Derby haben sich auch die Netzhoppers KW einen Platz in den Playoffs gesichert. Damit werden beide Berliner Teams in der K.o.-Phase der Volleyball-Bundesliga vertreten sein, was die regionale Bedeutung des Sports in der Hauptstadt unterstreicht.

Die Volleys peilen in dieser Saison ihren zehnten deutschen Meistertitel in Folge an. Dieser historische Anspruch lastet auf den Schultern der Mannschaft, die in den kommenden Wochen ihre mentale Stärke unter Beweis stellen muss. Der Abschluss der Hauptrunde am Samstag gegen die Volleys Herrsching wird zeigen, ob das Team optimal in die entscheidende Phase starten kann.

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