Volleys nach Europapokal-Aus: Meister-Endspurt beginnt mit Brandenburg-Derby
Volleys: Meister-Endspurt startet mit Brandenburg-Derby

Volleys nach Europapokal-Aus: Fokus liegt nun voll auf dem Meistertitel

Nachdem die Berlin Volleys ihre Europapokal-Reise im Viertelfinale des CEV Cups beendet haben, richtet sich der Blick des Serienmeisters nun unvermindert auf das letzte verbliebene Saisonziel. Die Mannschaft unterlag beim italienischen Top-Club Gas Sales Bluenergy Piacenza mit 0:3 (21:25, 27:29, 18:25) und schied damit aus dem internationalen Wettbewerb aus.

Libero Kyle Dagostino zog eine ernüchternde Bilanz der europäischen Saison: „Wir haben uns bemüht, aber es am Ende nicht geschafft. So kann man vielleicht unsere gesamte internationale Saison zusammenfassen“, erklärte der US-Amerikaner nach der Niederlage. „Wir haben viel versucht, aber aus den Möglichkeiten, die wir hatten, zu wenig gemacht. Das müssen wir jetzt akzeptieren und nach vorn auf die Bundesliga schauen.“

Zehnter Meistertitel in Serie als großes Ziel

Für die Volleys bleibt in dieser Saison nur noch die deutsche Meisterschaft als großes Ziel übrig. Nach dem Halbfinal-Aus im Pokal und dem Verpassen der K.-o.-Runde in der Champions League wäre der zehnte Titel in Folge ein historischer Erfolg. Allerdings gestaltet sich der Weg dorthin in dieser Spielzeit deutlich schwieriger als in den Vorjahren.

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Die Konkurrenz ist stärker geworden, insbesondere der VfB Lüneburg stellt eine ernsthafte Herausforderung dar. Zudem kämpfen die Berliner mit erheblichen Verletzungssorgen, die den Kader belasten. Trainer Alexandre Leal muss sein Team unter diesen erschwerten Bedingungen zum Titel führen.

Brandenburg-Derby leitet den Endspurt ein

Den Auftakt zum finalen Saisonabschnitt bildet am Samstag das Derby gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen in der Max-Schmeling-Halle. Für die Volleys ist ein Sieg in dieser Partie absolut Pflicht, um ihre Spitzenposition in der Tabelle zu verteidigen.

Aktuell führen die Berliner zwar die Tabelle an, doch der VfB Lüneburg hat ein Spiel weniger absolviert und könnte mit einem Sieg noch vorbeiziehen. Die Spannung im Meisterschaftsrennen ist damit auf dem Höhepunkt angelangt.

Netzhoppers mit stabiler Entwicklung nach Insolvenz

Die Netzhoppers Königs Wusterhausen präsentieren sich als Sechster der Tabelle sportlich voll im Soll und haben die Playoff-Teilnahme bereits sicher. Außenangreifer Theo Timmermann blickt erwartungsvoll auf die kommenden Spiele: „Egal, auf wen wir treffen werden: Wir fiebern den Spielen entgegen“, sagte er der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“.

Für die Brandenburger wäre sogar die Qualifikation für europäische Wettbewerbe theoretisch noch möglich, allerdings gestaltet sich dieser Weg angesichts des schweren Restprogramms und eines Rückstands von vier Punkten auf den Tabellenfünften extrem schwierig.

Beachtlich ist die Entwicklung des Vereins nach dem Insolvenzantrag vor knapp drei Jahren. Die Netzhoppers haben sich erstaunlich stabilisiert, auch wenn die Rahmenbedingungen in Königs Wusterhausen für den Club weiterhin unbefriedigend bleiben.

Timmermann äußerte sich deutlich zur Zukunftsperspektive: „Wenn ein Umzug nötig ist, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen, sehe ich da keine andere Möglichkeit, und dann unterstütze ich den Umzug mit ganzem Herzen. Andere Vereine entwickeln sich auch weiter.“

Das Derby am Samstag markiert nicht nur den Beginn des Meister-Endspurts für die Volleys, sondern zeigt auch die positive Entwicklung des Volleyballs in der Region Brandenburg. Beide Teams haben trotz unterschiedlicher Ausgangslagen – die Volleys als Serienmeister, die Netzhoppers als stabilisierter Aufsteiger – ihre jeweiligen Ziele klar vor Augen.

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