Eiskunstlaufstar Alysa Liu: Die richtige Aussprache ihres Namens bleibt ein Rätsel für viele
Ihre Gold-Kür bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo war ein magischer Moment, der die Eiskunstlaufwelt begeisterte. Seit ihrem historischen Triumph ist Alysa Liu zu einem wahren Internetphänomen geworden, mit einer Fanbase, die rasant gewachsen ist. Doch trotz ihres plötzlichen Ruhms gibt es ein Problem, das viele Menschen beschäftigt: Kaum jemand spricht ihren Namen richtig aus.
Die App für die richtige Namensaussprache bei Olympia
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 half eine spezielle App dabei, eine der heikelsten Disziplinen abseits von Pisten und Eiskanälen zu meistern: die korrekte Aussprache der Namen der Athletinnen und Athleten. Teilnehmende konnten kurze Audio-Clips hochladen, in denen sie ihren Namen selbst vorstellten – einmal in normalem Tempo und einmal langsam. Dabei entstanden teils bewusst, teils unfreiwillig kreative Namensvarianten, die auf TikTok viral gingen.
Auch die amerikanische Eiskunstläuferin Alysa Liu nahm einen solchen Clip auf. Bislang scheint es jedoch wenig genützt zu haben. Im Gespräch mit dem Magazin Newsweek erklärte die 20-jährige Olympiasiegerin, dass viele aus "Liu" ein "Lu" machten. Korrekt sei jedoch die Aussprache "Lee-oh", was im Deutschen etwa "Li-o" entspräche.
Gelassenheit trotz falscher Aussprache
Alysa Liu nimmt die häufigen Fehler bei der Aussprache ihres Namens mit erstaunlicher Gelassenheit. Sie betont, dass ihr Nachname "schwer auszusprechen" sei und sie nicht erwarte, dass alle es perfekt hinbekämen. Selbst bei ihrem Vornamen gebe es Unterschiede: In der Familie werde sie "Ally-sa" genannt, während Freunde und Bekannte in den USA meist "Alyssa" sagten.
Dass ihr Name während der Spiele von Kommentatoren und Fans nicht immer korrekt ausgesprochen wurde, dürfte die Athletin angesichts ihres überwältigenden Triumphs leicht verschmerzen. Alysa Liu holte als erste US-amerikanische Eiskunstläuferin seit 24 Jahren die Goldmedaille – ein historischer Erfolg, der ihre Karriere krönte.
Vom Nischenstar zum Social-Media-Phänomen
Mit einem verspielten Auftritt in einem glitzernden, goldfarbenen Paillettenkleid, einem markanten Mundpiercing und platinfarbenen Strähnen im dunkelbraunen Haar begeisterte Liu nicht nur die Eiskunstlaufwelt, sondern ein globales Publikum. Ihr Instagram-Account explodierte förmlich: Von ursprünglich 210.000 Followern wuchs ihre Community auf beeindruckende 7,5 Millionen an.
Die Olympiasiegerin widerspricht dabei vielen Klischees des Eiskunstlaufs. Mit nur 16 Jahren beendete sie bereits einmal ihre Karriere, bestieg den Mount Everest, studierte Psychologie – und kehrte schließlich als erfrischend unkonventioneller Freigeist zurück aufs Eis. Ihre Geschichte ist weit mehr als nur eine sportliche Erfolgsstory.
Obwohl die korrekte Aussprache ihres Namens für viele eine Herausforderung bleibt, hat Alysa Liu mit ihrer Goldmedaille und ihrer authentischen Persönlichkeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ihr Name mag kompliziert sein, ihr Talent und ihre Ausstrahlung sind es definitiv nicht.



