Deutsches Biathlon-Talent Leonhard Pfund: „Das geilste Erlebnis meiner Karriere“
Biathlon-Talent Pfund: „Geilste Erlebnis meiner Karriere“

Deutsches Biathlon-Juwel Leonhard Pfund zieht positives Saisonfazit

In einer insgesamt enttäuschenden Saison für das deutsche Biathlon-Team ragte Leonhard Pfund als einer der wenigen Lichtblicke heraus. Der 22-jährige Nachwuchsathlet aus Bayern blickt nun nach dem Ende des Winters 2025/26 auf seine ersten Erfahrungen im Weltcup zurück und zieht eine durchweg positive Bilanz.

Emotionale Achterbahnfahrt im Weltcup-Debüt

Leonhard Pfund feierte in dieser Saison seinen ersten Sieg im zweitklassigen IBU-Cup und erhielt anschließend die lang ersehnte Chance für einen Start im Biathlon-Weltcup. Sein Debüt in Nove Mesto gestaltete sich äußerst erfolgreich: Im Einzelrennen erreichte er einen respektablen 13. Platz, nur wenige Tage später landete er im Massenstart auf Position 15. Diese Leistungen markieren einen vielversprechenden Beginn seiner Weltcup-Karriere.

„Ich bin richtig glücklich, wie es gelaufen ist“, erklärte Pfund in einem Interview mit der Sportschau. „Natürlich waren auch ein paar Tiefpunkte dabei, aber genau das macht den Sport aus. Er lebt von den Emotionen – mal läuft es richtig schlecht und mal wieder sehr, sehr gut. Es hat richtig viel Spaß gemacht und ich habe viel erleben dürfen.“

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Dramatische Disqualifikation als prägendes Erlebnis

Ein besonderer Höhepunkt – trotz bitteren Ausgangs – war die Single-Mixed-Staffel gemeinsam mit Marlene Fichtner. Das Duo überquerte zwar als Erstes die Ziellinie, wurde jedoch nachträglich disqualifiziert. Anstatt sich über diesen Rückschlag zu ärgern, erinnert sich Pfund mit Begeisterung an das Rennen.

„Das ist immer noch das coolste Rennen, das ich je habe laufen dürfen. Ein überragendes Erlebnis“, schwärmt der Youngster. „Da war wenig Frust dabei. Das einzige Negative: Man hat das Preisgeld und die Medaille nicht bekommen. Aber mir war das Rennen mehr wert. Das ganze Rennen über Spaß zu haben, immer vorne dabei zu sein und dann in der letzten Runde das Ding am steilen Anstieg entscheiden zu können.“

Mit leuchtenden Augen fügt er hinzu: „So viele Fans schreien, es ist total laut und man ist voller Adrenalin. Das war einfach das absolut geilste Erlebnis, was ich je gehabt habe im Biathlon.“

Hoffnungsträger für die Zukunft des deutschen Biathlons

In einer Saison, in der das deutsche Team deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb – bei den Männern gab es lediglich zwei Podestplätze durch Philipp Nawrath und einen durch Philipp Horn, aber keinen einzigen Sieg – entwickelt sich Leonhard Pfund zu einem wichtigen Hoffnungsträger für die kommenden Jahre.

Für die nächste Saison hat der ambitionierte Athlet klare Ziele: „Ich möchte mich erst einmal in Ruhe weiterentwickeln und mir einen dauerhaften Startplatz im Weltcup erkämpfen.“ Mit einem Augenzwinkern äußert er seine Ambitionen für die Gesamtwertung: „Ich werde nächstes Jahr 18. Oder nein, ich sage 20. Ausbaupotenzial gibt es natürlich immer, aber der 20. Platz wäre schon sehr, sehr gut. Ich wäre natürlich auch zufrieden, wenn es der 30. Platz ist. Ich kann jetzt, glaube ich, nicht zu viel erwarten.“

Die Begeisterung und Bodenständigkeit des jungen Bayern lassen auf eine vielversprechende Zukunft im deutschen Biathlon hoffen, nachdem der vergangene Winter viele Enttäuschungen gebracht hatte.

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