Historischer Olympiasieg im Eistanz: Cizeron triumphiert trotz Kontroversen
Cizeron: Olympia-Gold mit zweiter Partnerin trotz Skandale

Historischer Olympiasieg im Eistanz: Cizeron triumphiert mit zweiter Partnerin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand hat der französische Eistänzer Guillaume Cizeron einen bemerkenswerten Rekord aufgestellt. Der 31-Jährige gewann mit seiner neuen Partnerin Laurence Fournier Beaudry die Goldmedaille im Eistanz und schrieb damit Sportgeschichte. Cizeron ist nun der erste Eiskunstläufer überhaupt, der mit zwei verschiedenen Partnerinnen olympisches Gold in dieser Disziplin erringen konnte.

Triumph mit brisantem Hintergrund

Vier Jahre nach seinem Olympiasieg in Peking mit Gabriella Papadakis gelang Cizeron nun der erneute Triumph in Italien. Mit der gebürtigen Kanadierin Fournier Beaudry, die erst seit kurzem die französische Staatsbürgerschaft besitzt, verwies das Duo die langjährig dominierenden US-Stars Madison Chock und Evan Bates auf den zweiten Platz. Dieser Erfolg kam trotz eines eigenen Patzers und nach umstrittenen Bewertungen durch die Kampfrichter zustande.

Vorwürfe der Ex-Partnerin lösen Wirbel aus

Der historische Sieg wird jedoch von erheblichen Kontroversen überschattet. Im Vorfeld der Spiele veröffentlichte Cizerons frühere Eistanzpartnerin Gabriella Papadakis ein Buch, in dem sie ihre gemeinsame Zeit kritisch beleuchtet. Sie beschreibt darin eine Beziehung ohne Augenhöhe und wirft Cizeron vor, ein stark kontrollierender und fordernder Partner gewesen zu sein. Cizeron äußerte sich kritisch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kurz vor den Winterspielen und wies die Vorwürfe als "Schmutzkampagne" zurück.

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Skandal um früheren Partner von Fournier Beaudry

Auch die Vergangenheit von Laurence Fournier Beaudry sorgt für Diskussionen. Ihr früherer Eistanzpartner Nikolaj Sørensen, der laut Berichten auch ihr aktueller Lebenspartner ist, wurde 2024 nach einer Untersuchung wegen des Vorwurfs der sexuellen Misshandlung von der kanadischen Sportintegritätsbehörde für sechs Jahre gesperrt. Sørensen soll demnach 2012 eine US-Eiskunstlauftrainerin und frühere Läuferin sexuell missbraucht haben. Fournier Beaudry hat stets die Unschuld Sørensens betont.

Die Sperre wurde im vergangenen Juni aus Zuständigkeitsgründen aufgehoben, da Sørensen zum Zeitpunkt der Tat weder kanadischer Staatsbürger noch für das kanadische Team aktiv war. Der Fall bleibt jedoch weiterhin in der Schwebe und wirft Fragen auf.

Ein Sieg mit vielen Fragezeichen

Der olympische Triumph von Guillaume Cizeron und Laurence Fournier Beaudry ist somit nicht nur ein historischer sportlicher Erfolg, sondern auch ein Ereignis, das von persönlichen und ethischen Kontroversen begleitet wird. Während die beiden Athleten ihren Platz in den Geschichtsbüchern des Eiskunstlaufs gesichert haben, bleiben die Diskussionen um ihre Vergangenheit und die Umstände ihres Sieges bestehen.

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