Erneuter Eklat im Curling: Schwerer Diebstahl bei Paralympics
Offiziell beginnen die Paralympischen Spiele in Italien zwar erst am Freitag mit der Eröffnungsfeier in Verona, doch bereits seit Mittwoch laufen in Cortina d'Ampezzo die ersten Wettbewerbe. Und wie schon bei den Olympischen Winterspielen 2026 sorgt das Curling für ungewollte Schlagzeilen.
Mysteriöser Diebstahl von 19-Kilogramm-Steinen
Beim erstmals ausgetragenen Mixed-Doubles-Turnier im Rollstuhlcurling sind zwei Curling-Steine aus dem Stadion verschwunden – offenbar gestohlen. Der Diebstahl stellt sich als besonders kurios heraus, denn die Wettkampfsteine aus Granit wiegen jeweils etwa 19 Kilogramm. Die örtlichen Behörden haben bereits Ermittlungen aufgenommen, um den Vorfall aufzuklären.
Der Wettbewerb wird trotz des Diebstahls fortgesetzt. Organisatoren haben Ersatzsteine beschafft, die exakt an die Spezifikationen der übrigen Steine angepasst wurden. Somit bleibt der sportliche Ablauf gewährleistet. Deutsche Athleten sind bei den Curling-Wettbewerben der Paralympics nicht am Start.
Vorgeschichte: Der "Boop-Gate"-Skandal bei Olympia
Bereits bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina hatte es im Curling-Turnier einen heftigen Eklat gegeben. Schwedische Spieler warfen dem kanadischen Athleten Marc Kennedy vor, den Stein unerlaubt ein zweites Mal mit dem Finger berührt zu haben. Dieser Vorfall wurde als Betrug gewertet und ging als "Double Touch" oder "Boop-Gate" in die Sportgeschichte ein.
Die Paralympics zeigen damit erneut, dass Curling nicht nur ein präziser Sport ist, sondern auch für unerwartete Dramen gut. Während die Athleten um Medaillen kämpfen, ermitteln die Behörden im Hintergrund zum mysteriösen Verschwinden der schweren Granitsteine.



