Deutsche Biathleten droht historisch schwache Saison ohne Weltcupsieg
Deutsche Biathleten droht historisch schwache Saison

Deutsche Biathleten vor historisch schwachem Saisonabschluss

Dem deutschen Biathlon-Team droht eine historisch schwache Bilanz in der aktuellen Saison. Nur noch zwei Rennen bleiben den DSV-Athleten, um doch noch den erlösenden Weltcupsieg einzufahren und eine beispiellose Negativmarke zu verhindern.

Erstmals ohne Saisonsieg in der Geschichte

Das einst so erfolgsverwöhnte deutsche Biathlon-Team präsentiert sich in dieser Wintersaison an vielen Tagen als Schatten seiner selbst. Folgerichtig steht vor den beiden abschließenden Massenstart-Rennen der Frauen und Männer in Oslo ein historischer Misserfolg bevor. Erstmals in der Geschichte könnte das deutsche Team einen kompletten Winter ohne einen einzigen Weltcupsieg beenden.

Zwar gelangen dem deutschen Team in der Staffel einige respektable Podiumsplatzierungen, doch ein Sieg blieb auch in dieser Disziplin aus. Die einstige Dominanz der deutschen Skijäger scheint vorerst gebrochen.

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Pech und verpasste Chancen prägen die Saison

Ein besonderes Pech widerfuhr Marlene Fichtner und Leonhard Pfund im Single Mixed von Nove Mesto. Die beiden deutschen Athleten kamen sensationell auf Platz eins ins Ziel, wurden jedoch im Anschluss disqualifiziert – ein möglicher Überraschungs-Coup wurde so zunichte gemacht.

In den Einzelrennen schafften es immerhin Philipp Horn, Philipp Nawrath und Franziska Preuß gelegentlich auf das Podium, doch für den ersehnten Sieg reichte es nie. Zu selten gelang es den deutschen Biathleten, sich auf der Strecke auf Tuchfühlung mit den Top-Athleten aus Norwegen, Frankreich und Schweden zu begeben. Und wenn dies doch einmal der Fall war, blieben meist zu viele Scheiben schwarz, was entscheidende Sekunden kostete.

Enttäuschende Gesamtweltcup-Platzierungen

Die Bilanz im Gesamtweltcup fällt entsprechend ernüchternd aus. Die Vorjahres-Gesamtweltcup-Siegerin Franziska Preuß musste krankheitsbedingte Rückschläge hinnehmen und belegt durch ihren Rücktritt nach den Olympischen Spielen lediglich Platz 15 in der Gesamtwertung. Unmittelbar vor ihr liegt mit Vanessa Voigt die bestplatzierte deutsche Athletin.

Bei den Männern hat Philipp Nawrath als Elftplatzierter vor dem letzten Rennen noch minimale Chancen auf einen Platz in den Top 10, während Philipp Horn Position 18 belegt. Diese schwachen Platzierungen spiegeln die allgemeine Krise des deutschen Biathlons wider.

Olympia-Bilanz fällt ebenfalls mager aus

Folgerichtig fiel auch die Bilanz bei den Olympischen Spielen ernüchternd aus. Lediglich in der Mixed-Staffel konnten sich die DSV-Athleten eine Medaille sichern – bei Einzelstarts blieb der erhoffte Erfolg aus.

Die letzten Chancen auf einen Saisonsieg bieten nun die Massenstart-Rennen von Oslo. Das Frauen-Rennen beginnt um 13:45 Uhr, die Männer sind um 16:30 Uhr an der Reihe. Für das deutsche Biathlon-Team geht es dabei um mehr als nur Punkte – es geht um die Vermeidung eines historischen Negativrekords.

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