Deutsche Kombinierer verpassen Olympia-Medaille: Geiger bricht ein
Die deutschen Nordischen Kombinierer haben bei den Olympischen Winterspielen eine Medaille verpasst. Johannes Rydzek belegte als bester Deutscher den achten Platz, während Vinzenz Geiger, der zunächst aussichtsreich im Rennen lag, bei sehr schwierigen Bedingungen auf der letzten Runde einbrach und nur als Zehnter ins Ziel lief.
Geigers Enttäuschung nach Gold-Erfolg
Vinzenz Geiger, der vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im Normalschanzen-Einzel furios Gold gewonnen hatte, startete diesmal nach dem Skispringen als Achter mit einem Rückstand von 29 Sekunden auf den führenden Esten Kristjan Ilves. Trotz einer guten Ausgangsposition reichte es für Edelmetall nicht aus. Johannes Rydzek mit 42 und Julian Schmid mit 43 Sekunden Rückstand auf die Spitze schienen im Kampf um das Podest ebenfalls nicht chancenlos, doch die Hoffnungen erfüllten sich nicht.
Olympiasieger und Podestplätze
Zum Olympiasieger krönte sich nach einem Sprung von der Normalschanze und dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber sicherte sich Johannes Lamparter aus Österreich, und Bronze ging überraschend an den Finnen Eero Hirvonen. Als dritter Deutscher lief Julian Schmid auf Rang 14.
Zukunft der Nordischen Kombination in Gefahr
Die Kombinierer kämpfen bei diesen Winterspielen auch um ihre Olympia-Zukunft. Als einzige Sportart bei dem Großereignis findet die Kombination ohne Frauen statt. Noch ist offen, ob für die nächste Ausgabe Athletinnen aufgenommen werden oder ob die Disziplin vielleicht sogar ganz aus dem Programm genommen wird. Seit Monaten werben Sportlerinnen, Sportler und Funktionäre um die traditionsreiche Disziplin.
Vinzenz Geiger sagte nach dem Skispringen in Predazzo: "Wir haben einfach den geilsten Sport der Welt. So ist es einfach." Auf der anspruchsvollen Laufstrecke lieferten er und seine Konkurrenten dann ein packendes Rennen, das jedoch für die deutschen Athleten ohne Medaille endete.



