Deutscher Bob-Wahnsinn bei Olympia 2026 perfekt gemacht
Auch am finalen Wettkampftag der Olympischen Winterspiele 2026 bleibt der Eiskanal von Cortina d'Ampezzo eine wahre deutsche Medaillengrube. Im hochspannenden Viererbob-Wettbewerb holen die Athleten aus Deutschland erneut sowohl Gold als auch Silber und krönen damit eine außergewöhnlich erfolgreiche Winterspielteilnahme.
Sensationeller Doppelerfolg im Viererbob
Die deutschen Bob-Fahrer haben ihre beeindruckenden Leistungen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Norditalien einmal mehr gekrönt und am letzten Wettkampftag gleich zwei Medaillen abgeräumt. Das beste Ende fand dabei Johannes Lochner, der nur fünf Tage nach seinem Triumph im Zweierbob auch im Viererbob zu Gold raste. Silber sicherte sich der erfahrene Francesco Friedrich, während Bronze an den Schweizer Michael Vogt ging.
Im Vorfeld des Wettkampfes war ein spannendes Duell auf Augenhöhe prognostiziert worden. Doch bereits in den ersten drei Läufen demonstrierte Johannes Lochner mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer seine absolute Ausnahmestellung. Am Ende behauptete sich das deutsche Quartett mit einem deutlichen Vorsprung von 57 Hundertstelsekunden vor dem langjährigen Rivalen Friedrich, der gemeinsam mit Felix Straub, Matthias Sommer und Alexander Schüller antrat.
Historischer Moment für Francesco Friedrich
Für Francesco Friedrich hatte der zweite Platz dennoch historische Bedeutung: Mit nun insgesamt vier Gold- und zwei Silbermedaillen ist er der erfolgreichste Bobpilot in der olympischen Geschichte überhaupt. Der Doppel-Olympiasieger von 2018 und 2022 übertraf damit die bisherige Bestmarke von André Lange, der viermal Gold und einmal Silber gewonnen hatte.
Hinter dem deutschen Spitzenduo verpasste der junge Herausforderer Adam Ammour mit seinem Team knapp das Podest. Im entscheidenden vierten Lauf fielen Joshua Tasche, Alexander Schaller und sein Bruder Issam Ammour noch zurück, sodass ihnen am Ende lediglich vier Hundertstelsekunden auf Bronzemedaillengewinner Michael Vogt fehlten.
Eiskanal als deutsches Erfolgsrevier
Der Eiskanal von Cortina d'Ampezzo erwies sich einmal mehr als echtes deutsches Erfolgsrevier. Johannes Lochner bescherte dem deutschen Team zum Abschluss der Winterspiele in Norditalien das insgesamt achte Gold – davon stammen sechs Medaillen allein aus den Wettbewerben im Eiskanal. Insgesamt entfielen 20 der 26 deutschen Medaillen bei diesen Spielen auf die Kufen-Disziplinen Bob, Rodeln und Skeleton.
Durch den beeindruckenden Doppelerfolg im Viererbob zog Deutschland im offiziellen Medaillenspiegel noch an Frankreich vorbei und rangiert nun auf dem respektablen fünften Platz. Zum Vergleich: Bei den Olympischen Winterspielen 2022 hatte die deutsche Mannschaft 27 Mal Edelmetall gewonnen, wobei die Goldbilanz damals mit zwölf ersten Plätzen noch üppiger ausgefallen war.
Die deutschen Bobfahrer haben mit ihrer Leistung nicht nur Einzelerfolge erzielt, sondern das gesamte deutsche Team auf die vorderen Plätze des Medaillenspiegels katapultiert. Dieser Abschluss der Winterspiele 2026 wird als historischer Moment in die deutsche Sportgeschichte eingehen.



