Doping-Sperre aufgehoben: Italienische Biathletin Rebecca Passler darf bei Olympia starten
Doping-Sperre aufgehoben: Passler darf bei Olympia starten

Doping-Sperre erfolgreich angefochten: Passler darf bei Olympia in Antholz starten

Die italienische Biathletin Rebecca Passler darf nach einer positiven Dopingprobe nun doch bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Heimat Antholz antreten. Das Berufungsgericht der nationalen Anti-Doping-Behörde Italiens (Nado) hob die vorläufige Suspendierung der 24-Jährigen auf, nachdem der Internationale Sportgerichtshof (Cas) den Fall an die italienische Instanz verwiesen hatte.

Verunreinigung als Schlüsselargument

Passler hatte erfolgreich gegen ihren Olympia-Ausschluss Einspruch eingelegt und argumentiert, dass es sich bei dem positiven Befund um einen Fall von Verunreinigung handele. Bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar war bei der Athletin Letrozol nachgewiesen worden – ein Medikament, das primär in der Krebsbehandlung eingesetzt wird, aber auch den Östrogenspiegel senken kann und seit 2008 auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) steht.

Im Eilverfahren konnte Passler glaubhaft nachweisen, dass keine absichtliche Einnahme vorlag, was das Berufungsgericht zur Aufhebung der Sperre bewog. „Es waren sehr schwierige Tage“, kommentierte die Biathletin die Entscheidung. „Jetzt kann ich mich endlich wieder voll und ganz auf Biathlon konzentrieren.“

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Italienischer Verband unterstützte Athletin

Der Dopingfall hatte das italienische Biathlon-Team nur vier Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele erschüttert. Passler war zunächst aus dem fünfköpfigen Frauenteam gestrichen worden, doch der italienische Wintersportverband Fisi unterstützte sie von Anfang an in ihrem Kampf gegen die Suspendierung. „Wir waren stets von ihrer Unschuld überzeugt“, hieß es aus Verbandskreisen.

Obwohl Passler bereits am Samstag im Sprint antreten könnte, wird sie dieses Rennen auslassen. Stattdessen trainiert sie ab Montag wieder mit ihren Teamkolleginnen und ist eine potenzielle Kandidatin für die Frauen-Staffel am kommenden Mittwoch. Dort will Italien mit Stars wie Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi um Medaillen kämpfen.

Karrierehintergrund und ähnliche Fälle

Rebecca Passler startet seit Ende 2021 im Biathlon-Weltcup und war im Januar in Oberhof Startläuferin der italienischen Frauenstaffel. Ihre bisher besten Karriereergebnisse sind zwei elfte Plätze im Sprint von Oberhof und im Massenstart von Annecy. Die ehemalige Junioren-Weltmeisterin hat es in Einzelrennen bislang noch nicht in die Top Ten geschafft.

In Italien gab es bereits einen ähnlichen Dopingfall mit Letrozol: 2017 wurde die ehemalige French-Open-Finalistin Sara Errani positiv getestet. Auch sie bestritt damals die Einnahme und vermutete eine Nahrungsmittelverunreinigung – ein Argument, das nun auch bei Passler zum Erfolg führte.

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