Deutschland schickt drittgrößtes Team zu Winter-Paralympics in Mailand und Cortina
Gut drei Wochen vor Beginn der Winter-Paralympics 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat das Nationale Paralympics Komitee das deutsche Aufgebot präsentiert. Mit vorerst 38 nominierten Athleten und Athletinnen wird Deutschland das drittgrößte Team seiner Geschichte zu den Spielen der Behindertensportler entsenden. Durch mögliche Wildcards könnten in den kommenden Wochen noch weitere Startplätze hinzukommen, wie der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mitteilte.
Ambitionierte Ziele für das deutsche Team
Marc Möllmann, der als Leistungssport-Chef des DBS erstmals auch die Rolle des Chef de Mission übernimmt, zeigte sich optimistisch: „Es ist eine Mannschaft mit vielen spannenden Charakteren und Geschichten, gleichzeitig ist es eine Mannschaft mit Potenzial und Perspektive. Mit Blick auf die Anzahl an Gesamtmedaillen wollen wir es unter die besten sechs Nationen schaffen.“ Die Winter-Paralympics finden vom 6. bis 15. März statt, wobei deutsche Sportler erstmals in fünf verschiedenen Sportarten vertreten sein werden.
Erfahrene Athleten führen das Team an
Zu den herausragenden Persönlichkeiten im deutschen Aufgebot zählen zwei erfahrene Paralympics-Teilnehmerinnen:
- Andrea Rothfuss bestreitet bereits ihre sechsten Winter-Paralympics. Die 36-jährige alpine Skifahrerin hatte bei den Spielen in Sotschi 2014 Gold im Slalom gewonnen.
- Andrea Eskau ist mit insgesamt neun Paralympics-Teilnahmen die erfahrenste Athletin des Teams. Die 54-jährige Rollstuhlsportlerin konnte in ihrer Karriere sowohl im Sommer mit dem Handbike als auch im Winter im Skilanglauf und Biathlon beeindruckende acht Goldmedaillen erringen.
Umfangreiches Betreuungsteam und neue Sportarten
Neben den 38 Sportlern hat der DBS sieben Guides nominiert, die die Athleten während der Wettkämpfe unterstützen werden. Zum umfassenden Betreuungsteam gehören außerdem 49 Mitglieder aus den Bereichen Training, Medizin, Physiotherapie und Betreuung. Insgesamt werden bei den Winter-Paralympics 2026 in 79 Entscheidungen Medaillen vergeben, die auf sechs Sportarten verteilt sind. Lediglich im Rollstuhl-Curling wird keine deutsche Beteiligung stattfinden, während in allen anderen Disziplinen deutsche Starter zu sehen sein werden.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und das deutsche Team hofft, mit diesem starken Aufgebot nicht nur persönliche Erfolge zu erzielen, sondern auch im Nationenranking einen Platz unter den Top Sechs zu erreichen. Die Kombination aus erfahrenen Paralympics-Veteranen und aufstrebenden Talenten verspricht spannende Wettkämpfe und möglicherweise historische Erfolge für den deutschen Behindertensport.



