Eisenbichler lobt neuen DSV-Bundestrainer Andreas Mitter als idealen Nachfolger
Markus Eisenbichler, der ehemalige Skispringer und sechsfache Weltmeister, zeigt sich begeistert von der Ernennung von Andreas Mitter zum neuen Bundestrainer des Deutschen Skiverbands (DSV). In einem exklusiven Interview mit Eurosport äußerte er sich ausführlich zu den Qualitäten des Österreichers und den notwendigen Veränderungen im deutschen Skisprungteam.
Positive Stimmung und organisatorische Stärken
Eisenbichler betonte, dass Mitter stets eine gute Laune verbreite und auch in schwierigen Trainingsphasen Humor einbringe. „Er ist immer gut drauf und versucht im Training, auch wenn es mal nicht so läuft, immer einen Spaß mit einzubringen“, erklärte der 35-Jährige. Besonders hervor hob er die organisatorischen Fähigkeiten des neuen Bundestrainers: „Er ist ein sehr guter Organisator, der immer den Überblick bewahrt. Das braucht man als Bundestrainer.“
Der ehemalige Athlet, der selbst mit Mitter als Co-Trainer unter Stefan Horngacher trainierte, bezeichnete ihn als „Top-Mensch und Top-Trainer“ und lobte die Entscheidung des Verbands als „sehr gut“. Die lockere Art Mitters könne zudem die Athleten in schlechten Phasen motivieren und aufbauen.
Notwendige Veränderungen und neue Philosophie
Nach einer Saison mit enttäuschenden Weltcup-Ergebnissen und nur wenigen Highlights wie dem Olympiasieg von Philipp Raimund sieht Eisenbichler in Mitter den richtigen Mann für einen Neuanfang. „Seine Hauptaufgabe wird sein, dass er eine andere Struktur etabliert und den Fokus wieder mehr auf das Fliegen legt – und nicht nur auf den Absprung“, so Eisenbichler.
Er erwartet, dass sich unter Mitter eine „andere Philosophie“ durchsetzen wird, die den Springern mehr Freiheiten ermöglicht. Im Vergleich zum Vorgänger Horngacher, dessen Trainingsmethoden als „strikt“ und „streng geplant“ beschrieben wurden, könnte Mitter gestaltungsfreudiger agieren. „Ich kenne ihn noch von meiner aktiven Zeit und er war damals sehr gestaltungsfreudig“, erinnerte sich Eisenbichler.
Wechsel als Chance für neuen Input
Grundsätzlich befürwortet Eisenbichler den Trainerwechsel, da er Stillstand vermeidet und frischen Input bringt. „Wenn alles gleich bleibt, bedeutet das irgendwann auch auf der Schanze Stillstand. So gibt es Veränderungen, neuer Input fließt in das Training ein. Ich persönlich fand solche Umstellungen immer gut“, sagte der Oberbayer. Trotz seiner Kritik an den alten Strukturen lobte er auch die Arbeit der ehemaligen Bundestrainer Horngacher und Werner Schuster.
Mit der Ernennung Mitters, der seit 2023 als Co-Trainer tätig war, hofft der DSV auf eine Wiederbelebung der deutschen Skisprungmannschaft. Eisenbichler ist zuversichtlich, dass der neue Bundestrainer ein klares Konzept verfolgen und die notwendigen Anpassungen vornehmen wird, um die Leistungen der Athleten zu steigern.



