FIS-Präsident fordert: Alpiner Ski-Wettbewerbe sollten bei Olympia an einem Ort stattfinden
FIS-Präsident: Olympische Ski-Rennen an einem Ort

FIS-Präsident fordert Konzentration der alpinen Ski-Wettbewerbe bei Olympia

Der Präsident des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS), Johan Eliasch, hat sich deutlich für eine Rückkehr zu kompakteren Austragungsorten bei Olympischen Winterspielen ausgesprochen. In einem aktuellen Statement betonte er, dass die alpinen Ski-Wettbewerbe bei künftigen Spielen nach Möglichkeit wieder an einem einzigen Ort stattfinden sollten.

„Bündelung reduziert Komplexität und Kosten“

„Wenn man alles an einem Ort bündeln kann, ist das bei Weitem das Beste“, erklärte Eliasch. „Das reduziert die Komplexität und die Kosten erheblich. Es ist einfacher für die Teams, es ist einfacher zu planen, und es gibt viele offensichtliche Vorteile.“ Der FIS-Präsident verwies dabei auf praktische Erwägungen, die sowohl für die Organisatoren als auch für die Athleten und Betreuer von Vorteil wären.

Allerdings schränkte Eliasch ein, dass die Wünsche der Gastgeberländer respektiert werden müssten. „Wir müssen gleichzeitig auch die Wünsche der Länder respektieren, die die Olympischen Spiele veranstalten“, sagte er. Dies zeigt, dass die Umsetzung dieser Idee nicht immer einfach ist und von den geografischen Gegebenheiten abhängt.

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Aktuelle Situation bei Olympischen Spielen

Bei den kommenden Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina 2026 ist eine Trennung der Wettbewerbe vorgesehen: Die Frauenrennen finden in Cortina d'Ampezzo statt, die Männerrennen in Bormio. Diese beiden Orte sind im Winter durch etwa 340 Straßenkilometer getrennt, was einer Fahrzeit von rund fünfeinhalb Stunden entspricht. Diese Aufteilung stellt logistische Herausforderungen für Teams und Veranstalter dar.

Auch für die Olympischen Spiele mit dem Hauptort Nizza ist eine ähnliche Trennung geplant. In Val d'Isère sollen Abfahrt und Super-G ausgetragen werden, während Riesenslalom und Slalom im 85 Kilometer entfernten Courchevel stattfinden. Beide Orte haben bereits bei den Winterspielen 1992 in Albertville als Gastgeber gedient, und die alpine Weltmeisterschaft 2023 wurde ebenfalls in Courchevel und dem benachbarten Meribel ausgerichtet.

Historischer Kontext und Zukunftsperspektiven

Die Diskussion um die Austragungsorte ist nicht neu. In der Vergangenheit waren alpine Ski-Wettbewerbe oft auf mehrere Orte verteilt, was zu erhöhten Reisekosten und organisatorischem Aufwand führte. Eliasch's Forderung zielt darauf ab, diese Praxis zu überdenken und effizientere Lösungen für zukünftige Veranstaltungen zu finden.

Die alpine Ski-WM 2023 in Courchevel und Meribel zeigte, dass eine Konzentration an einem Ort möglich ist, auch wenn hier zwei nahegelegene Orte genutzt wurden. Dies könnte als Modell für künftige Olympische Spiele dienen, um die von Eliasch angesprochenen Vorteile zu realisieren.

Insgesamt unterstreicht die Position des FIS-Präsidenten die Notwendigkeit, bei der Planung von Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen sowohl sportliche als auch wirtschaftliche und logistische Aspekte zu berücksichtigen. Die Debatte wird sicherlich in den kommenden Jahren weitergeführt, insbesondere im Hinblick auf die Ausrichtung zukünftiger Winterspiele.

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