Paralympics-Enttäuschung für Anna-Lena Forster
Die fünffache Paralympics-Siegerin Anna-Lena Forster (30) hat im Super-G von Cortina d'Ampezzo eine schwere Enttäuschung erlebt. Nur zwei Tage nach ihrem gefeierten Gold-Erfolg in der Abfahrt schied die deutsche Skirennläuferin aus dem Wettbewerb aus. Die gebürtige Radolfzellerin verpasste ein Tor nach einem zu weiten Sprung und konnte das Rennen nicht beenden.
Forster analysiert den Fahrfehler
„Ich war überrascht von den weiten Sprüngen, damit hatte ich nicht gerechnet“, erklärte Forster nach ihrem Ausscheiden. „Sonst hätte die Linie auch gut gepasst, um das Tor noch zu bekommen. Ich wollte einfach mein Bestes geben, und das habe ich bis zu dieser Stelle auch geschafft.“
Die Athletin betonte die besonderen Herausforderungen der Super-G-Disziplin: „Das ist eben das Schwierige am Super-G, dass man keine Trainings-Läufe hat, um zu schauen, wie die Linie ist oder wie weit die Sprünge gehen.“
Blick nach vorn auf den Slalom
Trotz der Enttäuschung richtete „Gold-Leni“ ihren Fokus bereits auf die nächste Chance. Am Dienstag startet Forster im Slalom-Wettbewerb, wo sie als Gesamtweltcup-Siegerin und Top-Favoritin gilt.
„Ich werde es dann von der Mentalität her wieder genauso angehen. Ich denke, das ist der richtige Weg“, sagte die Sportlerin mit Entschlossenheit. „Ich habe gehört, dass ich vor meinem Ausscheiden 20 Hundertstel hinten gewesen bin. Diese Energie braucht es einfach, ich muss Gas geben, sonst habe ich keine Chance gegen Audrey.“
Medaillenverteilung im Super-G
Die Goldmedaille im Super-G sicherte sich die spanische Athletin Audrey Pascual Seco (21). Die Spanierin hatte sich in der Abfahrt am Samstag nur um fünf Hundertstelsekunden Forster geschlagen geben müssen.
Silber ging mit über sechs Sekunden Rückstand an die Japanerin Momoka Muraoka (29). Die Bronzemedaille gewann Sitong Liu (31) aus China, die damit ebenfalls auf dem Podest stand.
Forsters Ausscheiden markiert einen Rückschlag in ihrer bisher erfolgreichen Paralympics-Kampagne. Die deutsche Skirennläuferin bleibt jedoch eine der stärksten Athletinnen im Feld und wird im bevorstehenden Slalom-Wettbewerb erneut zu den Medaillenkandidatinnen gehören.



