Franziska Preuß blickt auf die Zeit nach ihrer Biathlon-Karriere
Die ehemalige Biathlon-Starin Franziska Preuß hat vor einigen Wochen ihre erfolgreiche Profi-Karriere beendet und gibt nun in einem ausführlichen Interview Einblicke in ihre Pläne für die Zukunft. Die 32-Jährige, die 2013 ihr Weltcup-Debüt feierte, spricht offen über den Übergang in ein neues Leben abseits des Spitzensports.
Ein klarer Abschluss als wichtigster Schritt
Im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung betonte Preuß, wie entscheidend für sie ein sauberer Abschluss ihrer Sportlaufbahn ist. „Erst diese Sporttür zu schließen, das Kapitel abzuhaken und dann mit wirklichem Elan in was Neues zu starten“, erklärte die ehemalige Athletin. Parallelaktivitäten während ihrer aktiven Zeit lehnte sie stets ab: „Parallel machen, da war ich nie Fan davon.“
Ausgebranntheit als Wendepunkt
Preuß schilderte, wie sie in den letzten ein bis zwei Jahren ihrer Karriere zunehmende Erschöpfung verspürte. „Man ist schon hauptsächlich im Tunnel, aber natürlich habe ich das die letzten ein, zwei Jahre gemerkt, dass man ein bisschen ausgebrannter wird“, so die Ex-Biathletin. Diese Erfahrung führte dazu, dass sie sich intensiv mit der Frage nach alternativen Lebenswegen auseinandersetzte.
Die Athletin gestand, dass sie während eines Besuchs beim Weltcup in Oslo keinerlei Wettkampfdrang mehr verspürte: „Ich habe dort gar nicht mehr dieses Brennen gespürt oder dass es noch kribbelt.“ Dieser mentale Abstand bestätigte für sie die Richtigkeit ihrer Entscheidung.
Gelassener Blick in die Zukunft
Zu konkreten Plänen für ihre berufliche Zukunft äußerte sich Preuß zurückhaltend. „Noch nichts Spruchreifes, da lasse ich mir jetzt schon noch Zeit, da eilt nichts“, erklärte sie. Die ehemalige Spitzensportlerin nimmt sich bewusst Zeit für die Orientierung und betont, dass kein Druck bei der Suche nach neuen Herausforderungen besteht.
Preuß freut sich besonders darauf, „das echte, normale Leben kennen zu lernen“. Dennoch plant sie, den Biathlonsport weiterhin als Fan zu begleiten: „Bei dem ein oder anderen Weltcup werde ich sicher auch noch vorbeischauen, aber nur als Fan.“ Die Priorität liegt für sie jedoch klar auf der Entdeckung neuer Lebensbereiche jenseits des professionellen Sports.
Die Reflexionen der ehemaligen Biathlon-Starin zeigen einen bewussten Übergangsprozess, bei dem mentale Erholung und klare Abschlüsse im Vordergrund stehen. Ihr Weg illustriert die Herausforderungen, vor denen Profisportler nach dem Karriereende stehen, und betont die Bedeutung einer durchdachten Nachsportplanung.



