Deutsches Top-Duo triumphiert bei Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft
Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin hat bei den Weltmeisterschaften in Prag einen historischen Erfolg gefeiert. Fünf Wochen nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Mailand sicherten sich die Berliner Athleten nun den begehrten WM-Titel im Paarlauf. Mit einer persönlichen Bestleistung von 228,33 Punkten setzten sie sich deutlich gegen die Konkurrenz durch und komplettierten damit ihren Medaillensatz nach Bronze im Jahr 2024 und Silber im Jahr 2025.
Überzeugende Leistung in der entscheidenden Kür
Den Grundstein für den Triumph legte das Duo bereits am Mittwoch mit einem herausragenden Kurzprogramm, das mit 79,78 Punkten bewertet wurde und ihnen eine hauchdünne Führung verschaffte. In der finalen Kür am Donnerstagabend zeigten Hase und Volodin trotz eines kleinen Wacklers beim Dreifach-Salchow Nervenstärke und präsentierten eine ausdrucksstarke und nahezu fehlerfreie Darbietung. „Wir wollten hier Spaß haben. Aber natürlich ist es sehr schön, dass wir gewonnen haben“, kommentierte Hase den Sieg mit einer Mischung aus Freude und Bescheidenheit.
Die Silbermedaille ging an das georgische Paar Anastassia Metelkina und Luka Berulawa, die bei den Olympischen Spielen den zweiten Platz belegt hatten und in Prag 218,41 Punkte erreichten. Bronze sicherten sich Lia Pereira und Trennt Michaud aus Kanada mit 216,09 Punkten. Die japanischen Olympiasieger und amtierenden Weltmeister Miura Riku und Kihara Ryichi hatten ihren Start im Vorfeld der Veranstaltung abgesagt, was das Feld zusätzlich öffnete.
Zweites deutsches Duo mit respektablem siebten Platz
Das zweite deutsche Paar, Annika Hocke und Robert Kunkel, zeigte in Prag eine schwungvolle und stimmungsvolle Kür, die beim Publikum in der gut gefüllten O2 Arena ausgezeichnet ankam. Mit 128,76 Punkten in der Kür erreichten sie einen Saisonbestwert und kamen insgesamt auf 194,11 Punkte, was exakt dem Ergebnis der Olympischen Spiele in Mailand entsprach. Dort hatten sie damit den zehnten Platz belegt, während sie bei der WM den siebten Rang erreichten.
„Wir sind überglücklich. Ich weiß im Moment gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin etwas sprachlos“, sagte Hocke nach dem Wettbewerb und lobte die „unglaubliche“ Atmosphäre in der Arena. Kunkel ergänzte: „So ein Feedback aus der Arena und vom Publikum – genau deshalb machen wir das.“ Für beide Teams markierte die Weltmeisterschaft den Abschluss einer langen und erfolgreichen Olympiasaison.
Ungewisse Zukunft für das Gold-Duo
Trotz des triumphalen Saisonabschlusses steht die gemeinsame Zukunft von Hase und Volodin noch nicht fest. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Mailand hatten sich beide Athleten ein klares Bekenntnis für die kommende Saison verwehrt, was Spekulationen über mögliche Karriereentscheidungen nährt. Für den Moment können sie jedoch den historischen WM-Erfolg genießen, der nicht nur einen kompletten Medaillensatz, sondern auch den ersten Weltmeistertitel für ein deutsches Paar in dieser Disziplin seit Jahren bedeutet.
Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag hat damit nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern auch einen würdigen Abschluss der Saison geboten. Die deutschen Athleten haben mit ihren Leistungen gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören und sowohl bei Olympia als auch bei Weltmeisterschaften um Medaillen kämpfen können.



