Laura Nolte kämpft als Verfolgerin um Olympia-Gold im Zweierbob
Bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo hat Laura Nolte im Zweierbob einen starken Start hingelegt, muss sich aber in der Verfolgerrolle behaupten. Mit Anschieberin Deborah Levi aus Potsdam erzielte die Pilotin vom BSC Winterberg im ersten von vier Läufen einen Start- und Bahnrekord, doch die Konkurrenz blieb knapp dicht.
Deutsche Schlitten jagen US-Favoritin
Die dreimalige Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries aus den USA konterte Noltes Rekord prompt und übernahm mit Anschieberin Jasmine Jones die Führung. Nolte und Levi liegen nur fünf Hundertstelsekunden zurück und werden von zwei weiteren deutschen Duos unterstützt. Auf Rang drei positionierten sich Lisa Buckwitz und Neele Schuten mit 0,13 Sekunden Rückstand, die ebenfalls einen Startrekord von 5,09 Sekunden erreichten.
Ex-Weltmeisterin Kim Kalicki mit Talea Prepens folgt auf Platz vier, hat aber nur eine Hundertstelsekunde Vorsprung vor Monobob-Olympiasiegerin Elana Meyers Taylor aus den USA. Damit wird Armbruster Humphries von gleich drei deutschen Schlitten verfolgt, was ein spannendes Rennen verspricht.
Emotionale Achterbahn für Nolte
Für Laura Nolte, die mit Deborah Levi fünf von sieben Saisonrennen gewann, war der erste Lauf eine emotionale Achterbahn. Die 27-Jährige, die den Zweierbob als ihre Parade-Disziplin bezeichnet, sah ihren Bahnrekord von der 40-jährigen Armbruster Humphries, die als beste Pilotin der Welt gilt, schnell gekontert. Dies erinnert an ihr jüngstes Schicksal im Monobob, wo sie nach drei Läufen führte und Gold um vier Hundertstel verlor.
Nun startet Nolte als Verfolgerin, was den Druck erhöht, aber auch ihre Entschlossenheit unterstreicht. Mit starken Teamkolleginnen im Rücken bleibt die Hoffnung auf eine deutsche Medaille lebendig, während die kommenden Läufe über das endgültige Ergebnis entscheiden werden.



