Olympiasieg mit Wehmut: Johannes Lochner feiert Gold ohne seine Frau an der Bahn
Lochner: Olympia-Gold ohne Frau an der Bahn

Doppelter Olympiasieg mit bittersüßem Beigeschmack

Es war der krönende Abschluss einer herausragenden Karriere: Deutschlands Top-Pilot Johannes Lochner hat bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo seinen zweiten Gold-Coup gelandet. Nach seinem Triumph im Zweierbob dominierte der 34-Jährige nun auch die Konkurrenz im Viererbob und sicherte sich gemeinsam mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer die begehrte Goldmedaille.

„Das schönste Rennen meines Lebens“

Im ZDF-Interview zeigte sich Lochner überglücklich über seinen historischen Erfolg: „Das ist unbeschreiblich gerade. Dass ich das nochmal realisiere, glaube ich, das wird ein paar Wochen dauern. Das jetzt genießen zu dürfen, beim Höhepunkt zweimal Gold zu gewinnen, das war mein großer Traum.“ Der Bobpilot fügte emotional hinzu: „Das war einfach gerade das schönste Rennen meines Lebens und ich genieße es einfach unfassbar, mit den Jungs hier zu stehen. Es gibt gerade nichts Schöneres und das werde ich ganz lang in Erinnerung behalten.“

Familien-Drama hinter den Kulissen

Doch der Triumph hatte einen bitteren Beigeschmack. Während Lochner auf der Bahn Geschichte schrieb, fehlte seine größte Unterstützerin an der Strecke. Seine Ehefrau Hannah (32) musste den entscheidenden Wettkampf verpassen, nachdem der gemeinsame einjährige Sohn Jonas kurzfristig Fieber bekommen hatte.

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Hannah Lochner erklärte gegenüber BILD: „Jonas hat Fieber bekommen. Der ist erst 1 und die Zuschauer-Umstände an der Bahn lassen das einfach nicht zu. Ich bin in Toblach im Hotel geblieben. Ich bin fix und fertig. Wir haben es mit meiner Mama und Freunden geschaut.“

Gold-Präsentation per Videocall

Direkt nach der Siegerehrung griff Lochner zum Smartphone, um seiner Familie den Triumph zu zeigen. Per Videocall präsentierte er stolz seine zweite Goldmedaille des olympischen Winters. „Diese Party lasse ich mir nicht entgehen“, versicherte Hannah Lochner, die bereits ein Taxi für den Abend bestellt hatte. „Meine Mama ist so lieb und passt auf Jonas auf. Am Abend kann ich dann bei ihm sein.“

Große Abschlussparty geplant

Für die Feierlichkeiten im Deutschen Haus in Cortina hatte der Doppel-Olympiasieger bereits klare Anweisungen gegeben: „Füllt die Kühlschränke auf, wir kommen mit einer durstigen Horde!“ Der Erfolg im Viererbob markiert nicht nur den Höhepunkt von Lochners Karriere, sondern auch deren Abschluss – das letzte Rennen des deutschen Bob-Stars endete somit mit dem perfekten Finale.

Die emotionale Achterbahnfahrt zwischen sportlichem Triumph und familiärer Herausforderung unterstreicht einmal mehr, welchen Preis Spitzensportler und ihre Familien für olympischen Ruhm zahlen müssen. Während Lochners Name nun endgültig in die Geschichtsbücher des deutschen Wintersports eingegangen ist, bleibt die Erinnerung an diesen besonderen Tag für die Familie zweigeteilt: unbändige Freude über den sportlichen Erfolg, gemischt mit dem Bedauern, nicht gemeinsam vor Ort gewesen zu sein.

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