Eiskunstlaufstar Malinin setzt im Kurzprogramm ein klares Zeichen
Der amerikanische Eiskunstläufer Ilia Malinin hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo mit einem herausragenden Kurzprogramm seine Goldambitionen eindrucksvoll untermauert. Der 21-jährige Weltmeister aus den Vereinigten Staaten ließ die internationale Konkurrenz am Dienstagabend in der Milano Ice Skating Arena deutlich hinter sich und geht nun als klarer Favorit in das Kürfinale am Freitag.
Überlegene Leistung mit emotionalen Momenten
Mit einer Punktzahl von 108,16 setzte sich Malinin deutlich vom Japaner Yuma Kagiyama (103,07 Punkte) und dem Franzosen Adam Siao Him Fa (102,55 Punkte) ab. Bereits am vergangenen Sonntag hatte der als "Vierfach-Gott" gefeierte Athlet mit der US-Auswahl im Mannschaftswettbewerb die Goldmedaille gewonnen – seine erste Olympia-Medaille überhaupt. Damit steuert der Debütant nun auf sein zweites Olympia-Gold zu, was ihn zu einem der großen Stars dieser Winterspiele macht.
Im Vergleich zu seinem Kurzprogramm im Teamwettbewerb, bei dem er mit 98,00 Punkten noch unter den Erwartungen geblieben war, zeigte Malinin am Dienstag eine deutlich verbesserte Leistung. Zwar verzichtete er erneut auf seinen berühmten vierfachen Axel, überzeugte aber mit einem sauberen vierfachen Flip und einem dreifachen Axel. Spektakulär war erneut sein Rückwärtssalto, und Experten vermuten, dass der Athlet bewusst noch Steigerungspotenzial für die anstehende Kür zurückgehalten hat.
Emotionale Widmung und deutsche Abwesenheit
Für bewegende Momente sorgte auch der US-Amerikaner Maxim Naumov, der seinen Auftritt seinen vor knapp einem Jahr verstorbenen Eltern widmete. Jewgenia Schischkowa und Vadim Naumov – Paarlauf-Weltmeister von 1994 – waren bei einem Flugzeugunglück nahe Washington D.C. ums Leben gekommen. "Ich habe das Gefühl, dass sie mich heute geführt haben", sagte Naumov nach seinem Programm. "Ich habe ihre Anwesenheit gespürt. Bei jedem Gleiten und jedem Schritt, den ich auf dem Eis gemacht habe." Mit 85,65 Punkten qualifizierte er sich als 14. für das Kürfinale.
Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) ist bei den Herren nicht vertreten. Die Medaillenhoffnungen ruhen stattdessen im Paarlauf auf den Vize-Weltmeistern Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin aus Berlin. Bereits am Montag hatte das DEU-Team mit dem Rhythmustanz der Eistänzer seinen ersten Wettbewerb bestritten, bei dem Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan aus Oberstdorf den letzten Platz belegten und die Kür verpassten.
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo gehen damit in eine entscheidende Phase. Während Ilia Malinin als Topfavorit in das Kürfinale geht, bleibt die internationale Konkurrenz um Kagiyama und Siao Him Fa weiterhin ambitioniert. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der amerikanische Star seine beeindruckende Form bestätigen und die erhoffte zweite Goldmedaille sichern kann.



