Annika Morgan verpasst sensationelle Olympia-Medaille im Slopestyle
Die deutsche Snowboarderin Annika Morgan hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno eine Medaille im Slopestyle-Wettbewerb nur knapp verpasst. Die 24-Jährige aus Mittenwald lag bis zur letzten Starterin des Finales auf dem dritten Platz, musste sich dann aber der Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott geschlagen geben, die sich im letzten Run noch auf Rang zwei vorschob.
Nervenaufreibendes Finale mit dramatischem Ausgang
Nach zwei starken Durchgängen durch den anspruchsvollen Parcours im Snow Park von Livigno schien Morgan auf dem Weg zu einer historischen Medaille für das deutsche Snowboard-Team. Die ehemalige Eiskunstläuferin zeigte konstant hohe Leistungen und konnte sich lange Zeit auf dem Bronzerang behaupten. Im entscheidenden dritten und letzten Run hatte sie jedoch keine Möglichkeit mehr, ihre Punktzahl zu verbessern, während die letzte Starterin des Feldes, Olympiasiegerin von 2022 Zoi Sadowski Synnott, mit einer herausragenden Leistung noch vorbeizog.
Die Goldmedaille gewann überraschend die Japanerin Mari Fukada, während Bronze an deren Teamkollegin Kokomo Murase ging, die zuvor bereits Gold im Big Air-Wettbewerb gewonnen hatte. Für Annika Morgan blieb am Ende der vierte Platz, wobei ihr Rückstand auf das Podest mit mehr als sieben Punkten deutlich ausfiel.
Enttäuschung für das deutsche Snowboard-Team
Damit fahren die deutschen Snowboarder zum zweiten Mal in Folge ohne Olympia-Medaille nach Hause. Die letzten Plaketten für Deutschland im Snowboard wurden 2018 von Selina Jörg und Ramona Hofmeister im Parallel-Riesenslalom gewonnen. Die erste und bisher einzige Goldmedaille für deutsche Freestyle-Snowboarder stammt von Nicola Thost, die 1998 in Nagano in der Halfpipe triumphierte.
Die Enttäuschung im deutschen Lager ist groß, zeigte Annika Morgan doch über weite Strecken des Wettbewerbs eine medaillenreife Leistung. Ihre konstante Präsentation in den ersten beiden Runs ließ berechtigte Hoffnungen aufkeimen, doch im hochklassig besetzten Finale reichte es am Ende nicht für einen Platz auf dem Treppchen. Die Snowboarderin aus Bayern muss sich nun mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben, der dennoch eine respektable Leistung bei den Olympischen Spielen darstellt.



