Deutsches Eiskunstlaufpaar triumphiert in Prag und blickt in ungewisse Zukunft
Das deutsche Spitzendu Minerva Hase und Nikita Volodin hat bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag einen beeindruckenden Gold-Coup gelandet. Trotz dieses historischen Erfolgs bleibt die gemeinsame Zukunft des Paares vorerst ungewiss und bietet Raum für Spekulationen.
Goldener Triumph nach langer Saison
Mit einer persönlichen Bestleistung und bemerkenswerter Nervenstärke sicherten sich Hase und Volodin in der tschechischen Hauptstadt den Weltmeistertitel. Dieser Erfolg krönt eine lange und anstrengende Paarlauf-Saison, die erst vor fünfeinhalb Wochen mit Olympia-Bronze bei den Winterspielen in Italien einen Höhepunkt fand. „Wir haben gerade erst die Weltmeisterschaften hinter uns gebracht, daher hatten wir noch keine Zeit, um über die Zukunft zu sprechen“, erklärte Minerva Hase nach dem Sieg.
Keine voreiligen Entscheidungen
Das Duo will sich nun Zeit für Überlegungen nehmen, bevor es über die nächste Saison entscheidet. „Wir werden auch etwas Zeit abseits des Eises haben, um darüber nachzudenken, was wir brauchen und was wir wollen“, so Hase. Geplant sind Gespräche mit dem eigenen Team, der Deutschen Eislauf-Union sowie allen Unterstützern. Erst danach soll geklärt werden, ob und wie es weitergeht. Bis Mitte Mai steht jedoch noch kein Urlaub an: Das Paar hat Auftritte bei „Holiday on Ice“ in Deutschland, und Hase muss Verpflichtungen als Sportsoldatin nachkommen.
Trainingsumfeld in Berlin als Schlüsselfaktor
Ein entscheidender Punkt für die Zukunft könnte das Trainingsumfeld in Berlin sein. Hase hatte bereits vor der WM angekündigt, dass die Entscheidung über eine gemeinsame Zukunft auch davon abhängt, ob Berlin über das Jahr 2026 hinaus Bundesstützpunkt bleibt. Diese Ungewissheit trägt zur Spannung bei, die das deutsche Eiskunstlauf-Erfolgspaar umgibt.
Souveräner Weg zum WM-Titel
In Prag bewiesen Hase und Volodin ihre Klasse, besonders da die japanischen Olympiasieger Riku Miura und Ryuichi Kihara nicht antraten. Nach einem tadellosen Kurzprogramm zeigten sie eine ausdrucksstarke Kür, bei der lediglich der geplante dreifache Salchow nicht perfekt gelang. Da die zweitplatzierten Georgier Anastasia Metelkina und Luka Berulawa sogar stürzten, liefen die Deutschen als letztes Paar souverän zu Gold und sicherten sich den Titel.



