Ski-Star Odermatt wütet über schwaches Finale: 'Schlechtestes Rennen seit Jahren'
Odermatt wütet über schwaches Saisonfinale im Ski-Weltcup

Ski-Star Odermatt wütet über schwaches Finale: 'Schlechtestes Rennen seit Jahren'

Der Schweizer Ski-Ass Marco Odermatt dominiert den alpinen Skiweltcup in dieser Saison wie kein anderer Fahrer. Doch ein einziges enttäuschendes Rennen reicht aus, um den Perfektionisten in tiefe Selbstkritik zu stürzen. Nachdem er bereits vorzeitig den Gesamtweltcup sowie die kleinen Kristallkugeln in Abfahrt und Super G gewonnen hatte, lief das Saisonfinale für den 28-Jährigen alles andere als nach Plan.

Enttäuschende Platzierungen im Speed-Finale

Im norwegischen Kvitfjell erreichte Odermatt in der Abfahrt lediglich Rang sieben, während es im Super G sogar nur für den enttäuschenden 19. Platz reichte. 'Mich nervt's, dass ich so unglaublich schlecht gefahren bin. Das war das schlechteste Rennen der letzten fünf, sechs Jahre. Das ist kein cooler Abschluss', äußerte sich der Ski-Star im Interview mit dem SRF äußerst hart gegenüber sich selbst.

Tatsächlich war Odermatt in dieser Saison abgesehen von einem Ausfall im Riesenslalom bei allen seinen Weltcup-Starts stets unter den Top 6 platziert. Diese gewaltige Konstanz brachte ihm zwar vorzeitig den Gewinn der Kristallkugel im Super G ein, doch nach dem enttäuschenden Finale konnte er sich darüber nur halbherzig freuen.

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Gemischte Gefühle trotz Kristallkugel-Erfolg

'Ich habe gemischte Gefühle. Die Kugel-Runde hat sich nicht so gut angefühlt', haderte der Schweizer. 'Es wäre schön, man könnte es mit einem Podestplatz abschließen, damit mehr Emotionen mit der Kugel verbunden sind', schilderte er seine ambivalente Gefühlslage. Während der siebte Platz in der Abfahrt aus seiner Sicht noch als 'solide' durchgehen konnte, bezeichnete er seine Leistung im Super G als pure Enttäuschung.

'Im Super G war ich meilenweit weg, bin keine Kurve richtig gefahren. Das war schon sehr schwach', zeigte sich Odermatt missgelaunt. Dem Tagessieger Dominik Paris fehlte er gewaltige 1,97 Sekunden. Eine gewisse Vorahnung hatte der 28-Jährige allerdings schon vor dem Rennen: 'Schon am Morgen hab ich gemerkt, die Spannung und die Lust waren nicht so richtig da. Das hatte ich so noch nie.'

Kampf um dritte kleine Kristallkugel

Knapper geht es in Odermatts eigentlicher Paradedisziplin, dem Riesenslalom, zu. Vor dem abschließenden Rennen führt der Schweizer zwar mit 495 Punkten, doch haben Lucas Pinheiro Braathen (447 Punkte) und Loic Meillard (406 Punkte) ebenfalls realistische Chancen auf die Disziplinen-Krone. Klar ist, dass sich Odermatt nicht mit einem zweiten Platz in der Endabrechnung zufriedengeben würde.

Selbst in einer ansonsten grandiosen Saison mit dem Gewinn des Gesamtweltcups und zwei kleinen Kristallkugeln spielen solche kleineren Makel für einen Champion wie Odermatt eine bedeutende Rolle. Seine selbstkritische Haltung und das unermüdliche Streben nach Perfektion gehören zu den Erfolgsgeheimnissen des Schweizer Ski-Stars, der auch bei den Olympischen Winterspielen trotz dreier Medaillen den ersehnten Gold-Coup verpasste.

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