Gestohlene Meisterschale der Füchse Berlin nach Monaten wieder aufgetaucht
Eine unglaubliche Wendung im Krimi um die gestohlene Meisterschale der Füchse Berlin: Die im November 2025 aus der Geschäftsstelle entwendete Trophäe ist nach monatelanger Suche wieder aufgetaucht. Bei einer routinemäßigen Generalinventur entdeckten Mitarbeiter die Meisterschale im Keller der Füchse-Zentrale am Berliner Gendarmenmarkt – versteckt hinter mehreren Kartons, die für die Rücksendung an den ehemaligen Ausrüster Puma bestimmt waren.
Von Diebstahl bis zur spektakulären Wiederentdeckung
Die Füchse Berlin hatten im Juni 2025 erstmals die deutsche Handball-Meisterschaft gewonnen, ein historischer Erfolg für den Verein. Nur wenige Monate später, im November 2025, wurde die wertvolle Meisterschale aus den Geschäftsräumen gestohlen. Im Januar 2026 nahm die Berliner Polizei zwei Tatverdächtige fest, doch die Trophäe blieb verschwunden. Die Ermittler gingen zunächst davon aus, dass die Schale eingeschmolzen worden sei – möglicherweise in einem sichergestellten Silberbarren.
Füchse-Boss Bob Hanning (58) kommentierte die Entwicklung gegenüber BILD: „Wir haben umgehend die Kripo informiert. Die Auswertung der Spurensicherung liegt noch nicht vor.“ Die beiden Festgenommenen sollen Insider-Kenntnisse besessen und sich mit einem Transponder Zugang zu den Füchse-Räumlichkeiten verschafft haben. Offenbar deponierten sie die gestohlene Schale im Keller, um sie später unauffällig abtransportieren zu können.
Erleichterung bei Verein und Liga
Die Wiederauffindung der Meisterschale bringt große Erleichterung für alle Beteiligten. Hanning informierte umgehend Frank Bohmann (61), den Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), um die Beauftragung einer Ersatzschale zu verhindern. Bohmann bestätigte: „Wir konnten zum Glück jetzt noch alles rückgängig machen, der Auftrag wurde storniert.“
Noch im Januar hatte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft die Einschmelzungstheorie vertreten. Alan Bauer, Sprecher der Behörde, äußerte damals: „Es ist anzunehmen, dass der Barren auch Teile der mutmaßlich eingeschmolzenen Meisterschale enthält. Dafür bedarf es aber noch weitergehender Untersuchungen.“ Die umfangreichen Beweismittel hätten aufwendige Ermittlungen notwendig gemacht.
Nun steht fest: Die Meisterschale wurde nicht eingeschmolzen und kann in der aktuellen Saison ordnungsgemäß an den Meister übergeben werden. Hanning betonte: „Wir und die Liga sind glücklich, dass die Schale wieder da ist.“ Für die Füchse Berlin und ihren Starspieler Mathias Gidsel (27) bedeutet dies, dass ihr historischer Triumph von 2025 nun wieder sichtbar gewürdigt werden kann.



