Olympische Winterspiele: Deutsche Rodlerinnen auf Medaillenkurs, Männer kämpfen um Bronze
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo zeigen die deutschen Rodlerinnen starke Leistungen, während die Männer um eine Medaille kämpfen müssen. Die Rodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina liegen im Doppelsitzer nach dem ersten Durchgang auf dem zweiten Platz und haben damit realistische Chancen auf eine Medaille.
Rodlerinnen mit starkem Auftritt
Das deutsche Duo startete mit der Nummer sechs ins Rennen und verlor nach einer Bandenberührung am Start kostbare Zeit, konnte aber im unteren Bereich überzeugen. Mit nur 0,022 Sekunden Rückstand auf die führenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer liegen Eitberger und Matschina in ausgezeichneter Position. Auf Platz drei folgen die österreichischen Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp, die sich ebenfalls eine Bandenberührung leisteten.
Männer müssen um Medaille kämpfen
Bei den Männern sieht die Situation anders aus. Toni Eggert und Florian Müller liegen nach dem ersten von zwei Läufen im Doppelsitzer auf dem vierten Platz. Der Rückstand auf den Bronzerang beträgt lediglich 0,08 Sekunden, was einen spannenden zweiten Lauf verspricht. Das erfahrene Duo Tobias Wend und Tobias Arlt folgt auf Platz fünf.
Weitere olympische Entwicklungen
Biathlon: Franziska Preuß verpasste im Einzel über 15 km ihre erste olympische Einzelmedaille. Nach zwei späten Schießfehlern belegte sie den zehnten Platz. Beste Deutsche wurde Vanessa Voigt, die wie schon vor vier Jahren in Peking den vierten Rang erreichte.
Nordische Kombination: Vinzenz Geiger, nach dem Skispringen auf Platz acht, brach im Langlauf in der letzten Runde ein und beendete das Rennen als Zehnter. Johannes Rydzek wurde als bester Deutscher Achter.
Eishockey: Die deutschen Eishockey-Frauen müssen länger als erhofft auf den Termin ihres Viertelfinals warten. Das Spiel soll erst nach dem auf Donnerstag verlegten letzten Vorrundenspiel zwischen Kanada und Finnland angesetzt werden.
Medaillenspiegel und weitere Erfolge
Das deutsche Team konnte sich im Medaillenspiegel auf Platz zwei hinter Norwegen verbessern. Dies gelang dank der Goldmedaille von Julia Taubitz im Rennrodeln und dem Silber im Team-Wettbewerb des Deutschen Skiverbandes.
In anderen Disziplinen gewann der Schweizer Skifahrer Franjo von Allmen seine dritte Goldmedaille im Super-G und etablierte sich damit als einer der Superstars dieser Spiele. Im Curling-Mixed sicherte sich Schweden Gold, während das deutsche Skispringteam im Mixed-Wettbewerb knapp die Medaille verpasste.
Emotionale Momente und Herausforderungen
Der amerikanische Eiskunstläufer Maxim Naumov gedachte nach seinem Kurzprogramm seiner Eltern, die bei einem Flugzeugunglück ums Leben kamen. Die polnische Skispringerin Pola Beltowska wurde nach dem Ausscheiden ihres Teams massiv in sozialen Netzwerken angefeindet, was die dunkle Seite des Sports beleuchtet.
Der australische Snowboard-Veteran Cam Bolton erlitt bei einem Trainingssturz zwei Halswirbelfrakturen und musste seine Teilnahme an den Spielen beenden.
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo laufen noch bis zum 22. Februar mit insgesamt 116 Wettbewerben und rund 2900 Sportlern aus 90 Nationen.



