Paralympics: Drei Biathlon-Medaillen für Deutschland, Andrea Eskau disqualifiziert
Paralympics: Drei Biathlon-Medaillen für Deutschland

Paralympische Winterspiele: Deutsche Biathleten glänzen mit drei Medaillen

Auch am zweiten Wettkampftag der Paralympischen Winterspiele in Italien zeigten die deutschen Para-Biathletinnen und -Biathleten herausragende Leistungen. Insgesamt drei Podiumsplätze sicherten sie für das deutsche Team und festigten damit die starke Position in dieser Sportart. Die 54-jährige Andrea Eskau erlebte hingegen einen herben Rückschlag, da sie wegen einer Regelverletzung disqualifiziert wurde.

Anja Wicker holt Silber im Einzelrennen

Die Biathletin Anja Wicker gewann bei den Paralympics in Tesero, Italien, in ihrem zweiten Wettkampf eine weitere Medaille. Im anspruchsvollen Einzelrennen der sitzenden Startklasse über 12,5 Kilometer erkämpfte sich die 34-Jährige aus Stuttgart die Silbermedaille. Lediglich 12,8 Sekunden fehlten ihr zum Gold, das die Südkoreanerin Yunji Kim für sich beanspruchte. Die Bronzemedaille ging an die US-Amerikanerin Kendall Gretsch.

Wicker zeigte eine starke Leistung mit nur einem Schießfehler bei vier Schießeinlagen, was eine Strafminute zur Folge hatte. Nach Bronze im Sprint am Vortag ist dies bereits ihre fünfte paralympische Medaille, nachdem sie zuvor Gold und Silber 2014 in Sotschi sowie Bronze 2022 in Peking gewonnen hatte. Die Gesamtweltcupsiegerin im Para-Biathlon kommentierte: "Einen Einzelwettkampf will man nicht mit einem Fehler beginnen. Aber ich bin super stolz, dass ich die 19 danach getroffen habe und es läuferisch heute so gut ging."

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Andrea Eskau mit bitterer Disqualifikation

Die achtmalige Paralympicssiegerin Andrea Eskau erlebte einen enttäuschenden Tag. Die 54-Jährige blieb als einzige Athletin im Feld fehlerfrei beim Schießen, wurde jedoch wegen einer nicht ordnungsgemäß genommenen Wende zu Beginn des Rennens disqualifiziert. Erst im Ziel erfuhr sie von diesem Missgeschick und äußerte sich enttäuscht: "An sich bin ich die ganzen zwölf Kilometer umsonst gefahren", sagte sie der Sportschau.

Marco Maier und Johanna Recktenwald sichern Bronze

In der stehenden Klasse sicherte sich der Biathlet Marco Maier seine zweite Bronzemedaille bei diesen Spielen. Nach Bronze im Sprint am Vortag belegte der 26-Jährige, der wegen verkürzter Finger an der linken Hand nur mit einem Stock startet, auch im Einzelrennen den dritten Platz. Gold ging erneut an den Chinesen Jiayun Cai, Silber an den Kanadier Mark Arendz.

Eine weitere Bronzemedaille gab es in der Klasse der sehbehinderten Frauen. Johanna Recktenwald lief gemeinsam mit ihrer Guide Emily Weiss fehlerfrei und erreichte damit Rang drei. Der Sieg ging an die Chinesin Yue Wang, vor der Tschechin Simona Bubenickova. Leonie Walter, die am Samstag im Sprint Bronze gewonnen hatte, kam nach zwei Fehlern auf Platz fünf, während Linn Kazmaier mit einem Fehler direkt dahinter Rang sechs belegte.

Insgesamt unterstreichen diese Ergebnisse die starke Leistung der deutschen Para-Biathleten bei den Paralympischen Winterspielen und zeigen das hohe Niveau des Teams in dieser anspruchsvollen Sportart.

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