Franziska Preuß erhält norwegische Holmenkollen-Medaille und sorgt für emotionale Pokalübergabe
Preuß mit Holmenkollen-Medaille geehrt und übergibt Weltcup-Pokal

Besondere Ehrung für Franziska Preuß in Norwegen

Die frühere Biathlon-Weltklasseathletin Franziska Preuß hat auch nach ihrem Karriereende noch eine besondere Auszeichnung erhalten. Im Rahmen des Weltcup-Finales in Oslo wurde die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres vom norwegischen König Harald V. mit der prestigeträchtigen Holmenkollen-Medaille geehrt. Diese Medaille gilt als höchste norwegische Auszeichnung im Skisport überhaupt.

Emotionale Momente mit König und Konkurrentin

„Es war schön, es ist schon eine Ehre. Ich glaube, ich treffe im Leben nicht noch einen König, deswegen wollte ich das im Leben auch noch mal erleben“, erklärte Preuß im ZDF-Interview. Die Begegnung mit dem Monarchen sei zwar kurz, aber dennoch eindrucksvoll gewesen. Besondere vorbereitete Worte habe sie sich nicht zurechtgelegt, betonte die ehemalige Spitzensportlerin.

Doch Preuß war in Oslo nicht nur als Geehrte unterwegs. In einer bewegenden Szene überreichte sie als Überraschungsgast ihrer ehemaligen Konkurrentin Lou Jeanmonnot den Pokal für den Gesamtweltcup-Sieg der aktuellen Saison. Diese Geste ließ die Französin vor Rührung Tränen in den Augen stehen.

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Versöhnlicher Abschluss einer sportlichen Rivalität

Die Übergabe hatte eine besondere Symbolik, denn im vergangenen Jahr hatten sich Preuß und Jeanmonnot einen dramatischen Kampf um den Gesamtweltcup geliefert. Die Entscheidung fiel damals erst im letzten Rennen in der vorletzten Kurve, als Jeanmonnot im direkten Duell mit Preuß stürzte.

„Es ist einfach eine runde Sache nach dem, wie es im letzten Winter gelaufen ist. Ich freue mich echt für die Lou, dass sie dieses Jahr wieder so abgeliefert hat. Sie hat es mehr als verdient, heute die Kugel zu bekommen“, kommentierte Preuß die emotionale Pokalübergabe.

Leben nach der Profikarriere

Über ihr Leben nach dem vorzeitigen Karriereende zeigte sich Preuß äußerst zufrieden. „Es fühlt sich voll gut an. Ich muss sagen, dass es schon relativ abgeschlossen und weit weg ist“, erklärte die 31-Jährige. Besonders genieße sie die Zeit mit ihrer Familie, nachdem sie dreizehn Jahre lang den strengen Trainings- und Wettkampfplan eines Profisportlers verfolgt hatte.

Die Freude am Sport sei zurückgekehrt, betonte Preuß: „Ich habe gemerkt, ich mache wieder wahnsinnig gerne Sport. Die Freude am Sport ist zurück und da bin ich einfach froh. Das habe ich echt verloren in diesem Winter und das ist das Wichtigste, wenn man Sport macht, dass es Spaß macht.“

Die Holmenkollen-Medaille, die Preuß in Oslo erhielt, wird seit 1895 an herausragende Skisportler verliehen. Zu den bisherigen deutschen Preisträgern gehören unter anderem Skisprung-Legende Jens Weißflog und Skilangläuferin Evi Sachenbacher-Stehle. Für Preuß markiert die Ehrung einen würdigen Abschluss ihrer erfolgreichen Biathlon-Karriere.

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